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Steuern & SteuerrechtAusland & International

Quellensteuern Island

Zuletzt geprüft am 13. Oktober 2026

Schüttet eine isländische Gesellschaft an Ihre deutsche GmbH aus, behält sie zunächst 20 % ein. Am Ende bleiben 0 %, denn Gesellschaften aus dem EWR bekommen die Steuer im Folgejahr mit der Steuererklärung zurück.

Nach dem Abkommen mit Deutschland liegt der Satz bei 5 % ab 25 % Beteiligung, sonst bei 15 %. Zinsen und Lizenzgebühren an deutsche Empfänger bleiben nach dem Abkommen frei.

Die Sätze im Überblick

Empfänger Dividenden Zinsen Lizenzgebühren
Ansässige Gesellschaften 22 % 22 % keine Angabe
Gebietsfremde Gesellschaften 20 % 13 % 20 %
Gebietsfremde Privatpersonen 20 % 13 % 20 %
Gesellschaften aus dem EWR, nach Erstattung 0 % 13 % 20 %

Lizenzgebühren an Gebietsfremde werden brutto mit dem normalen Körperschaftsteuersatz von 20 % besteuert und an der Quelle einbehalten.

Die Abkommenssätze

Island hat mit 46 Staaten ein Abkommen. Die Entwürfe mit Andorra und Australien sind unterschrieben und sollen in den nächsten Jahren ratifiziert werden, PwC führt Australien trotzdem schon mit Sätzen auf.

Staat Dividenden Zinsen Lizenzgebühren
Albanien 5/10 % 10 % 10 %
Australien 5/15 % 10 % 10 %
Barbados 5/15 % 10 % 5 %
Belgien 5/15 % 10 % 0 %
China 5/10 % 10 % 10 %
Dänemark 0/15 % 0 % 0 %
Deutschland 5/15 % 0 % 0 %
Estland 5/15 % 10 % 5/10 %
Färöer 0/15 % 0 % 0 %
Finnland 0/15 % 0 % 0 %
Frankreich 0/15 % 0 % 0 %
Georgien 5/10 % 5 % 5 %
Griechenland 5/15 % 8 % 10 %
Grönland 5/15 % 0 % 15 %
Indien 10 % 10 % 10 %
Irland 5/15 % 0 % 0/10 %
Italien 5/15 % 0 % 5 %
Japan 5/15 % 10 % 0 %
Kanada 5/15 % 10 % 0/10 %
Kroatien 5/10 % 10 % 10 %
Lettland 5/15 % 10 % 5/10 %
Liechtenstein 0/15 % 0 % 0/5 %
Litauen 5/15 % 10 % 5/10 %
Luxemburg 5/15 % 0 % 0 %
Malta 5/15 % 0 % 5 %
Mexiko 5/15 % 10 % 10 %
Niederlande 0/15 % 0 % 0 %
Norwegen 0/15 % 0 % 0 %
Österreich 5/15 % 10 % 5 %
Polen 5/15 % 10 % 10 %
Portugal 10/15 % 10 % 10 %
Rumänien 5/10 % 3 % 5 %
Russland 5/15 % 0 % 0 %
Schweden 0/15 % 0 % 0 %
Schweiz 0/15 % 0 % 0/5 %
Slowakei 5/10 % 0 % 10 %
Slowenien 5/15 % 5 % 5 %
Spanien 5/15 % 5 % 5 %
Südkorea 5/15 % 10 % 10 %
Tschechien 5/15 % 0 % 10 %
Ukraine 5/15 % 10 % 10 %
Ungarn 5/10 % 0 % 10 %
Vereinigte Staaten 5/15 % 0 % 0/5 %
Vereinigtes Königreich 5/15 % 0 % 5 %
Vietnam 10/15 % 10 % 10 %
Zypern 5/10 % 0 % 5 %

Wann der niedrigere Dividendensatz greift

Bei Australien, Barbados, Belgien, Dänemark, den Färöern, Finnland, Frankreich, Japan, Kanada, Kroatien, Malta, Mexiko, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Schweden, den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich und Zypern reicht eine Kapitalgesellschaft mit mindestens 10 % Beteiligung.

Bei Albanien, China, Deutschland, Estland, Georgien, Griechenland, Grönland, Irland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Polen, Portugal, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Spanien, Südkorea, Tschechien, der Ukraine, Ungarn und Vietnam braucht die Kapitalgesellschaft 25 %.

Für Italien, Liechtenstein und die Schweiz gelten 10 %, die bereits zwölf Monate vor dem Ausschüttungsbeschluss gehalten werden. Russische Gesellschaften brauchen 25 % am Kapital und eine Investition von mehr als 100.000 US-Dollar.

Wann der niedrigere Lizenzsatz greift

Bei Kanada gilt der niedrigere Satz für Urheberrechte ohne Filme, für Software, Patente und für gewerbliches, kaufmännisches oder wissenschaftliches Erfahrungswissen. Wissen aus Miet- oder Franchiseverträgen ist ausgenommen.

Bei Estland, Lettland und Litauen ist der niedrigere Satz an die Nutzung gewerblicher, kaufmännischer oder wissenschaftlicher Ausrüstung gebunden. Bei Irland gilt er für Software und Patente.

Für die Vereinigten Staaten gilt der höhere Satz bei Marken, markenbezogenem Know-how und Filmen. Bei Liechtenstein und der Schweiz gilt er für Patente, Marken, Muster, Pläne, geheime Formeln und Verfahren.

Wie die isländische Dividende in Deutschland besteuert wird und wie die Erstattung in Island abläuft, klären wir gern im Erstgespräch.

Abgeglichen mit der PwC Worldwide Tax Summary für Island, dort zuletzt aktualisiert am 22. Juni 2026. Die Angaben ersetzen keine Beratung im Einzelfall.