Zuletzt geprüft am 13. Oktober 2026
Schüttet eine grönländische Gesellschaft an Sie aus, behält Grönland 36 % bis 44 % Quellensteuer ein. Der genaue Satz hängt von der Gemeinde ab.
Mit Deutschland gibt es kein Doppelbesteuerungsabkommen, das den Satz senken würde. Abkommen bestehen nur mit Dänemark, den Färöern, Island und Norwegen.
Hat die Gesellschaft Kapitel 3b gewählt, sinkt die Quellensteuer auf Dividenden auf 24 %. Gezahlte Dividenden darf die Gesellschaft außerdem bei ihrer eigenen Körperschaftsteuer abziehen.
Die Sätze im Überblick
| Empfänger | Dividenden | Zinsen | Lizenzgebühren |
|---|---|---|---|
| Gebietsfremde ohne Abkommen | 36 % bis 44 % | 0 % oder 25 % | 30 % |
| Gebietsfremde ohne Abkommen, Kapitel 3b gewählt | 24 % | 0 % oder 25 % | 30 % |
Zinsen seit 2023
Seit dem 1. Januar 2023 behält Grönland 25 % auf Zinsen ein, gezahlte und aufgelaufene. Das gilt aber nur, wenn die Zinsen beim Empfänger nicht mit mindestens 15 % besteuert werden.
Für bestimmte Fälle gibt es Ausnahmen, dann sinkt der Satz auf null. Ob eine deutsche Gesellschaft darunter fällt, hängt von ihrer tatsächlichen Steuerbelastung auf diese Zinsen ab.
Die vier Abkommen
| Staat | Dividenden | Zinsen | Lizenzgebühren |
|---|---|---|---|
| Dänemark | 35 %, 0 % bei Kapitel 3b | 0 % | 10 % |
| Färöer | 35 %, 5 % bei Kapitel 3b | 0 % | 25 % |
| Island | 35 %, 5 % bei Kapitel 3b | 0 % | 15 % |
| Norwegen | 35 %, 5 % bei Kapitel 3b | 0 % | 10 % |
Die niedrigeren Dividendensätze setzen jeweils eine Mindestbeteiligung voraus.
Missbrauchsregel
Grönland verweigert Abkommensvorteile, wenn einer der Hauptzwecke einer Gestaltung erkennbar darin liegt, genau diesen Vorteil zu bekommen. Das gilt nicht, wenn der Vorteil im konkreten Fall dem Sinn der Abkommensregel entspricht.
Wie die grönländische Steuer in Deutschland angerechnet wird, klären wir gern im Erstgespräch.
Abgeglichen mit der PwC Worldwide Tax Summary für Grönland, dort zuletzt aktualisiert am 10. August 2026. Die Angaben ersetzen keine Beratung im Einzelfall.


