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Firmengründung in Malta — warum es Sinn macht

Firmengründung in Malta: Warum es Sinn macht

Malta hat nicht immer den besten Ruf. Trotzdem ist der Inselstaat in der EU ein Unternehmensstandort, der bei Großkonzernen immer populärer wird.

Niedrige Körperschaftssteuern, Zugang zum EU-Binnenmarkt und ein unkomplizierter Gründungsprozess machen den Unterschied. Wir zeigen Ihnen, warum sich eine Gründung in Malta auch für Sie auszahlen kann.

Steuerliche Vorteile einer Firmengründung in Malta

Die größten Anreize für eine Firmengründung in Malta sind steuerlicher Natur. Hier die wesentlichen Aspekte im Überblick.

Potenziell niedrige Körperschaftssteuer

Malta hat einen offiziellen Körperschaftssteuersatz von 35 Prozent. Durch bestimmte Instrumente des maltesischen Steuersystems erreichen manche Unternehmen aber eine effektive Steuerlast von unter 5 Prozent.

Die tatsächliche Ersparnis hängt von der Firmenstruktur, den Geschäftsaktivitäten und der Dividendenausschüttung ab. Automatisch oder ohne Weiteres erreicht sie kein Unternehmen.

Dieser Unterschied zwischen nominellem und effektivem Steuersatz macht Malta für viele Unternehmen interessant. Zugänglich ist er aber nicht für jeden gleichermaßen, er braucht eine detaillierte Analyse und Beratung. Mit geschickter Gestaltung von Struktur und Ausschüttung lassen sich trotzdem für viele Unternehmen Steuern sparen.

Fiktive Fallstudie, die das Steuerspar-Potenzial verdeutlicht

Max Sperl leitet ein erfolgreiches mittelständisches Unternehmen in Deutschland. Seine Firma entwickelt und vertreibt Hightech-Software für den Glücksspielbereich und erzielt stabile Gewinne von durchschnittlich 10 Millionen Euro pro Jahr.

Bisher zahlte Max die gesamte Körperschaftssteuer an den deutschen Fiskus. Diese hohe Abgabenlast bremste sein unternehmerisches Wachstum.

Bei einer Geschäftsreise nach Malta kommt Max mit einem Berater ins Gespräch. Der erklärt ihm die Vorteile einer Firmengründung in Malta und dass sich viele operative Aufgaben seiner Firma dort effektiver erledigen lassen, mit einem echten Standort vor Ort.

Qualifizierte, englischsprachige Fachkräfte und Kunden gibt es auf Malta ebenfalls. Nach der Reise lässt Max verschiedene Optionen prüfen.

Er entscheidet sich für eine Tochterfirma in Malta und verlagert einen Teil der wirtschaftlichen Aktivität dorthin. Dank der europäischen Niederlassungsfreiheit gelingt das problemlos.

Drei Jahre später ist Max froh über seine Entscheidung. Die Steuerersparnis hat sein Unternehmen gestärkt und ihm Spielraum für Investitionen gegeben.

Die zusätzlichen Gewinne fließen in Innovation, Wachstum und neue Arbeitsplätze. Aus der Steueroptimierung in Malta wurde am Ende ein echter betriebswirtschaftlicher Nutzen.

Steuerbefreiungen auf Dividenden und Kapitalerträge

Weitere steuerliche Vorteile ergeben sich durch Befreiungen bei bestimmten Einkünften.

  • Dividenden zwischen maltesischen Unternehmen sind unter bestimmten Bedingungen steuerfrei
  • Kapitalerträge aus ausländischen Quellen bleiben ggfs. steuerfrei, wenn sie nicht nach Malta überwiesen werden
  • Keine Steuern auf Veräußerungsgewinne außerhalb Maltas

Gewinne und Dividenden lassen sich innerhalb Maltas unter Umständen steuerfrei verschieben. Auch ausländische Kapitalerträge bleiben steuerfrei, wenn sie im Ausland verbleiben.

Non-Dom (Nicht-Ansässigkeit) Regime

Als Non-Dom, also nicht-ansässige Person, stellen Malta-Bewohner ihre ausländischen Einkünfte weitgehend steuerfrei. Voraussetzung ist unter anderem ein Aufenthalt von weniger als 183 Tagen pro Jahr in Malta, weitere Faktoren wie der Mittelpunkt der Lebensinteressen zählen mit.

Nur Einkünfte, die nach Malta überwiesen werden, unterliegen der Besteuerung. Das Non-Dom-Regime erlaubt es vermögenden Personen, ihre internationalen Erträge steueroptimal zu strukturieren, etwa mit einem halben Jahr Winteraufenthalt in Malta.

Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Auch der rechtliche und wirtschaftliche Rahmen spricht für eine Firmengründung oder Niederlassung in Malta.

  • Rechtssicherheit innerhalb der EU
  • Haftungsbeschränkung für Gesellschafter (Limited)
  • Liberalisiertes Unternehmensrecht
  • Stabile Währung und Wirtschaft
  • Gut ausgebaute Infrastruktur und Dienstleistungen

Malta bietet mit europäischer Rechtsordnung und dem Euro als Währung Stabilität und Sicherheit.

Die Gründung einer Limited schützt zudem das Privatvermögen der Gesellschafter. Buchhaltung, Rechtsberatung und Banking sind vor Ort gut verfügbar.

Zugang zum EU-Binnenmarkt

Als EU-Mitglied gewährt Malta Unternehmen vollen Zugang zum EU-Binnenmarkt. Das erleichtert grenzüberschreitenden Handel, Dienstleistungen und Expansion in der EU.

Vorteile des EU-Binnenmarkts:

  • Freier Waren- und Dienstleistungsverkehr
  • Niederlassungsfreiheit in allen EU-Staaten
  • Vergabe von Aufträgen EU-weit möglich

Der EU-Markt mit über 500 Millionen Menschen bietet Unternehmen in Malta enorme Absatzmöglichkeiten. Handel, Produktion und Vertrieb lassen sich EU-weit organisieren.

Diskretion

Früher ließen sich Unternehmen in Malta gründen, ohne die Eigentümer öffentlich zu registrieren. Das gewährte einen gewissen Grad an Diskretion und Anonymität.

EU-weite Transparenzrichtlinien haben das geändert. Malta unterliegt heute Regelungen wie der 5. Geldwäscherichtlinie (AMLD5), die die Offenlegung der wirtschaftlich Berechtigten (beneficial owners) von Unternehmen verlangt.

Vollständige Anonymität gibt es damit nicht mehr. Ein gewisser Grad an Diskretion bleibt trotzdem, auch wenn die Vorgaben gegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung streng sind.

Unkomplizierte Firmengründung

Die Gründung einer Firma (Limited) in Malta ist im internationalen Vergleich relativ unbürokratisch.

  • Gründung auch aus der Ferne möglich
  • Geringer Mindestkapitaleinsatz
  • Fertigstellung in 1-2 Wochen möglich
  • Englisch als Geschäftssprache akzeptiert

Weder eine Mindestanzahl von Gesellschaftern noch physische Präsenz vor Ort ist erforderlich. Innerhalb weniger Tage kann die Firma eingetragen sein, auch auf Englisch als Geschäftssprache.

Bürokratie und Compliance

Die Gründung selbst ist einfach. Der Betrieb einer maltesischen Firma bringt aber Bürokratie und Compliance-Pflichten mit sich, mit spürbarem Verwaltungsaufwand.

  • Buchführungs- und Reportingpflichten
  • Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften
  • Audits und Kontrollen durch Behörden

Ohne professionelle Unterstützung vor Ort wird das für Unternehmer schwierig. Die Dienste von Treuhändern, Steuerberatern und Rechtsanwälten kosten entsprechend.

Reputation und Legalität

Trotz aller Vorteile haftet Malta noch immer ein Ruf als Steueroase und Standort für Briefkastenfirmen an. Je nach Geschäftsfeld wird das zum Imageproblem.

Auch aggressive Steuervermeidung ist nicht ohne Rechtsrisiken. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Aktivitäten in Malta der Rechtslage entsprechen und ethische Maßstäbe erfüllen, sonst drohen rechtliche Konsequenzen und Reputationsschäden.

Politische Entwicklungen in der EU

Der Druck auf Offshore-Finanzzentren seitens der EU wächst seit Jahren. Eine stärkere Regulierung Maltas ist nicht auszuschließen.

Reformiert Malta sein Steuersystem, könnten einige Vorteile wegfallen. Unternehmen tragen das Risiko sich ändernder Rahmenbedingungen.

Lohnt sich eine Firmengründung in Malta?

Malta bietet als Unternehmensstandort viele Vorteile.

  • Sehr günstige Besteuerung und Gestaltungsmöglichkeiten
  • Zugang zum EU-Binnenmarkt
  • Liberale regulatorische Rahmenbedingungen
  • Möglichkeit zur anonymen Firmengründung
  • Schneller und unkomplizierter Gründungsprozess

Besonders für Unternehmen mit internationalen Aktivitäten, Holdings und Steueroptimierung lohnt sich eine Firmengründung in Malta. Interessiert an einer Gründung in Malta? Kontaktieren Sie uns und wir bringen Sie in Kontakt mit lokalen Experten, die Sie bei der Gründung fachkundig unterstützen.