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Steuern & SteuerrechtAusland & International

Quellensteuern Italien

Zuletzt geprüft am 13. Oktober 2026

Hält Ihre deutsche GmbH mindestens 10 % an einer italienischen Gesellschaft und das seit einem Jahr, fließen Dividenden mit 0 % Quellensteuer nach Deutschland. Greift diese Befreiung nicht, behält Italien bei Gesellschaften aus der EU und dem EWR nur 1,2 % ein.

Der italienische Regelsatz liegt bei 26 %. Ihn zahlen Privatpersonen und Gesellschaften aus Staaten ohne Abkommen.

Zinsen und Lizenzgebühren an eine verbundene deutsche Gesellschaft können ebenfalls frei bleiben. Dafür braucht es 25 % der Stimmrechte über mindestens ein Jahr.

Die Sätze im Überblick

Empfänger Dividenden Zinsen Lizenzgebühren
Ansässige Gesellschaften 0 % 0 % oder 26 % 0 %
Ansässige Privatpersonen 26 % 26 % 20 %
Gesellschaften aus der EU 0 % oder 1,2 % 0 % oder Abkommenssatz 0 % oder Abkommenssatz
Beaufsichtigte Investmentfonds aus der EU 0 % 0 % oder Abkommenssatz Abkommenssatz
Gesellschaften aus der Schweiz 0 % oder Abkommenssatz 0 % oder Abkommenssatz 0 % oder Abkommenssatz
Gebietsfremde ohne Abkommen 26 % 26 % 30 %

Die 26 % gelten auf Erträge aus Darlehen und Wertpapieren, also Anleihen, Aktien und Ähnliches, an In- und Ausländer gleichermaßen. Zinsen auf Staatsanleihen kosten 12,5 %.

Ermäßigungen und Befreiungen bekommt nur, wer die Erträge wirtschaftlich selbst bezieht.

Lizenzgebühren mit 75 %

Der italienische Satz auf Lizenzgebühren wird nur auf 75 % der Bruttogebühr erhoben. Aus 30 % werden so effektiv 22,5 %, aus 20 % effektiv 15 %.

Die Höchstsätze der Abkommen beziehen sich dagegen auf die volle Bruttogebühr.

Befreiung innerhalb der EU

Nach den EU-Richtlinien können Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren an eine Konzerngesellschaft in der EU ganz frei bleiben. Bei Dividenden sind 10 % Beteiligung nötig, bei Zinsen und Lizenzgebühren 25 % der Stimmrechte.

In beiden Fällen muss die Beteiligung mindestens ein Jahr bestehen. Fehlt es an der vollen Befreiung, gelten auf Dividenden an Gesellschaften aus der EU und dem EWR 1,2 %.

Für Schweizer Konzerngesellschaften gibt es über das Steuerabkommen zwischen der EU und der Schweiz eine entsprechende Befreiung.

Erstattung für Ausländer

Wer ohne Abkommen 26 % auf Dividenden zahlt, kann bis zu 11/26 des Abzugs zurückfordern. Dafür muss er nachweisen, dass die Dividende in seinem Wohnsitzstaat tatsächlich besteuert wurde.

Rechnerisch bleiben dann 15 % in Italien.

Inländer mit wesentlicher Beteiligung

Privatpersonen in Italien zahlen auf Dividenden grundsätzlich 26 %. Für wesentlich Beteiligte gibt es eine Übergangsregel bei Gewinnen bis 2017, die bis zum 31. Dezember 2022 zur Ausschüttung beschlossen wurden.

Wesentlich beteiligt ist, wer mehr als 20 % der Stimmrechte oder 25 % des Kapitals hält, bei börsennotierten Gesellschaften 2 % oder 5 %. Für Ausländer gelten immer 26 %, egal wie hoch ihre Beteiligung ist.

Zinsen an italienische Gesellschaften bleiben bei Darlehen und einfachen Schuldscheinen frei, in allen anderen Fällen gelten 26 %.

Die Abkommenssätze

Italien hat mit 103 Staaten ein Abkommen. Ist das italienische Recht günstiger, gilt es auch für Empfänger aus Abkommensstaaten.

Staat Dividenden Zinsen Lizenzgebühren
Ägypten keine Angabe 0/25 % 15 %
Albanien 10 % 0/5 % 5 %
Algerien 15 % 0/15 % 5/15 %
Argentinien 15 % 0/20 % 10/18 %
Armenien 5/10 % 0/10 % 7 %
Aserbaidschan 10 % 0/10 % 5/10 %
Äthiopien 10 % 0/10 % 20 %
Australien 15 % 0/10 % 10 %
Bangladesch 10/15 % 0/10/15 % 10 %
Barbados 5/15 % 0/5 % 5 %
Belarus 5/15 % 0/8 % 6 %
Belgien 15 % 0/15 % 5 %
Bosnien und Herzegowina 10 % 10 % 10 %
Brasilien 15 % 0/15 % 15/25 %
Bulgarien 10 % 0 % 5 %
Chile 5/10 % 4/5/10 % 2/10 %
China 5/10 % 0/8/10 % 5/10 %
Dänemark 0/15 % 0/10 % 0/5 %
Deutschland 10/15 % 0/10 % 0/5 %
Ecuador 15 % 0/10 % 5 %
Elfenbeinküste 15/18 % 0/15 % 10 %
Estland 5/15 % 0/10 % 0/5/10 %
Finnland 10/15 % 0/15 % 0/5 %
Frankreich 5/15 % 0/10 % 0/5 %
Georgien 5/10 % 0 % 0 %
Ghana 5/15 % 10 % 10 %
Griechenland 15 % 0/10 % 0/5 %
Hongkong 10 % 0/12,5 % 15 %
Indien 15/25 % 0/15 % 20 %
Indonesien 10/15 % 0/10 % 10/15 %
Irland 15 % 10 % 0 %
Island 5/15 % 0 % 5 %
Israel 10/15 % 10 % 0/10 %
Japan 10/15 % 10 % 10 %
Jordanien 10 % 0/10 % 10 %
Kanada 5/15 % 0/10 % 0/5/10 %
Kasachstan 5/15 % 0/10 % 10 %
Katar 5/15 % 0/5 % 5 %
Kirgisistan 15 % 0 % 0 %
Kroatien 15 % 0/10 % 5 %
Kuwait 0/5 % 0 % 10 %
Lettland 5/15 % 0/10 % 5/10 %
Libanon 5/15 % 0 % 0 %
Litauen 5/15 % 0/10 % 5/10 %
Luxemburg 15 % 0/10 % 10 %
Malaysia 10 % 0/15 % 0/15 %
Malta 15 % 0/10 % 0/10 %
Marokko 10/15 % 0/10 % 5/10 %
Mauritius 5/15 % 0 % 15 %
Mexiko 15 % 0/15 % 0/15 %
Moldau 5/15 % 5 % 5 %
Mongolei 5/15 % 0/10 % 5 %
Montenegro 10 % 10 % 10 %
Mosambik 15 % 0/10 % 10 %
Neuseeland 15 % 0/10 % 10 %
Niederlande 5/10/15 % 0/10 % 5 %
Nordmazedonien 5/15 % 0/10 % 0 %
Norwegen 15 % 0/15 % 5 %
Oman 5/10 % 0/5 % 10 %
Österreich 15 % 0/10 % 0/10 %
Pakistan 15/25 % 0/30 % 30 %
Panama 5/10 % 5/10 % 10 %
Philippinen 15 % 0/10/15 % 25 %
Polen 10 % 0/10 % 10 %
Portugal 15 % 0/15 % 12 %
Republik Kongo 8/15 % 0 % 10 %
Rumänien 0/5 % 0/5 % 5 %
Russland 5/10 % 10 % 0 %
Sambia 5/15 % 0/10 % 10 %
San Marino 0/15 % 0/13 % 0/10 %
Saudi-Arabien 5/10 % 0/5 % 10 %
Schweden 10/15 % 0/15 % 5 %
Schweiz 15 % 12,5 % 5 %
Senegal 15 % 0/15 % 15 %
Serbien 10 % 10 % 10 %
Singapur 10 % 0/12,5 % 15/20 %
Slowakei 15 % 0 % 0/5 %
Slowenien 5/15 % 0/10 % 5 %
Spanien 15 % 0/12 % 4/8 %
Sri Lanka 15 % 0/10 % 10/15 %
Südafrika 5/15 % 0/10 % 6 %
Südkorea 10/15 % 0/10 % 10 %
Syrien 5/10 % 0/10 % 18 %
Tadschikistan 15 % 0 % 0 %
Taiwan 10 % 10 % 10 %
Tansania 10 % 15 % 15 %
Thailand 15/20 % 0/10 % 5/15 %
Trinidad und Tobago 0/10/20 % 10 % 0/5 %
Tschechien 15 % 0 % 0/5 %
Tunesien 15 % 0/12 % 5/12/16 %
Türkei 15 % 15 % 10 %
Turkmenistan 15 % 0 % 0 %
Uganda 15 % 0/15 % 10 %
Ukraine 5/15 % 0/10 % 7 %
Ungarn 10 % 0 % 0 %
Uruguay 5/15 % 0/10 % 10 %
Usbekistan 10 % 0/5 % 5 %
Venezuela 10 % 0/10 % 7/10 %
Vereinigte Arabische Emirate 5/15 % 0 % 10 %
Vereinigte Staaten 5/15 % 0/10 % 0/5/8 %
Vereinigtes Königreich 5/15 % 0/10 % 8 %
Vietnam 5/10/15 % 0/10 % 7,5/10 %
Zypern 0/15 % 10 % 0 %

Für Ägypten nennt PwC keinen Dividendensatz. Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Serbien wenden das frühere Abkommen mit Jugoslawien an.

Viele Abkommen sehen besondere Sätze vor, je nach Art des Wertpapiers und nach Empfänger oder Zahler. Den genauen Satz für Ihren Fall zeigt erst das jeweilige Abkommen.

Ausgesetzte Abkommen

Setzt ein anderer Staat sein Abkommen mit Italien einseitig aus, gilt die Aussetzung nach einer Bekanntmachung im italienischen Amtsblatt auch in Italien. Für diese Zeit gelten die italienischen Sätze.

Wie die italienische Ausschüttung in Deutschland besteuert wird und ob die EU-Befreiung für Ihre Beteiligung greift, klären wir gern im Erstgespräch.

Abgeglichen mit der PwC Worldwide Tax Summary für Italien, dort zuletzt aktualisiert am 13. Juli 2026. Die Angaben ersetzen keine Beratung im Einzelfall.