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Quellensteuern Vereinigte Arabische Emirate

Zuletzt geprüft am 13. Oktober 2026

Zahlt eine Gesellschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten Dividenden, Zinsen oder Lizenzgebühren nach Deutschland, fallen 0 % Quellensteuer an. Daran ändert auch das fehlende Doppelbesteuerungsabkommen nichts.

Das alte Abkommen zwischen Deutschland und den Emiraten ist Ende 2021 ausgelaufen. Ein neues steht nicht auf der Liste der geltenden Abkommen.

Mit der Körperschaftsteuer haben die Emirate eine Quellensteuer zwar gesetzlich eingeführt. Der Satz steht aber bei 0 %, und das Kabinett kann Satz und betroffene Einkünfte später per Beschluss festlegen.

Die Sätze im Überblick

Empfänger Dividenden Zinsen Lizenzgebühren
Gebietsfremde ohne Abkommen, auch aus Deutschland 0 % 0 % 0 %
Gebietsfremde mit Abkommen 0 % 0 % 0 %

Die Quellensteuer betrifft Einkünfte Gebietsfremder aus den Emiraten, die nicht zu einer Betriebsstätte im Land gehören. Solange der Satz bei 0 % liegt, rechnet PwC nicht mit Registrierungs- oder Meldepflichten.

Anrechnung bei Steuerpflichtigen in den Emiraten

Erleidet eine in den Emiraten steuerpflichtige Person emiratische Quellensteuer, kann sie diese auf ihre Körperschaftsteuer desselben Jahres anrechnen. Angerechnet wird höchstens die niedrigere Summe aus einbehaltener Steuer und geschuldeter Körperschaftsteuer.

Was darüber hinausgeht, wird erstattet.

Wozu die Abkommen dienen

Die Emirate haben ein großes Netz an Doppelbesteuerungsabkommen. Weil sie selbst nichts einbehalten, helfen diese Abkommen vor allem in die andere Richtung, also wenn eine Gesellschaft in den Emiraten Geld aus einem Partnerstaat bekommt.

Die folgenden Sätze stehen in den Abkommen und begrenzen die Quellensteuer, die der jeweils andere Staat erheben darf. PwC weist darauf hin, dass die Liste auf öffentlich verfügbaren Informationen beruht und nicht in jedem Fall aktuell sein muss.

Abkommen mit gleichen Sätzen

Keine Quellensteuer auf Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren sehen die Abkommen mit Andorra, Bahrain, Barbados, Belize, Benin, Bermuda, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Guinea, Irland, Jersey, den Komoren, Liechtenstein, den Malediven, Malta, Mauretanien, Mauritius, St. Vincent und den Grenadinen, dem Tschad, Ungarn und Zypern vor.

Mit Algerien, Fidschi, dem Jemen, Kuwait, Niger, San Marino und Tadschikistan bleiben Dividenden und Zinsen frei, Lizenzgebühren kosten 10 %. Bei Brunei, Kirgisistan, dem Libanon und den Seychellen sind es 5 % auf Lizenzgebühren.

Hongkong, Polen und Slowenien haben 0 % oder 5 % auf Dividenden und Zinsen und 5 % auf Lizenzgebühren. Mosambik, Singapur und Sudan stellen Dividenden und Zinsen frei und nehmen 0 % oder 5 % auf Lizenzgebühren.

Alle übrigen Abkommen

Staat Dividenden Zinsen Lizenzgebühren
Ägypten 5 % oder 10 % 0 % oder 10 % 10 %
Albanien 0 %, 5 % oder 10 % 0 % 5 %
Angola 8 % 8 % 8 %
Argentinien 10 % oder 15 % 12 % 10 %
Armenien 0 % oder 3 % 0 % 5 %
Aserbaidschan 5 % oder 10 % 0 % oder 7 % 5 % oder 10 %
Äthiopien 5 % 5 % 0 % oder 5 %
Bangladesch 5 % oder 10 % 10 % 10 %
Belarus 5 % oder 10 % 0 % oder 5 % 5 % oder 10 %
Belgien 0 %, 5 % oder 10 % 0 % oder 5 % 0 % oder 5 %
Bosnien und Herzegowina 0 %, 5 % oder 10 % 0 % 0 % oder 5 %
Botswana 5 % oder 7,5 % 7,5 % 7,5 %
Brasilien 5 % oder 15 % 0 %, 10 % oder 15 % 15 %
Bulgarien 0 % oder 5 % 0 % oder 2 % 0 % oder 5 %
China 0 % oder 7 % 0 % oder 7 % 10 %
Costa Rica 0 %, 5 % oder 15 % 0 %, 5 % oder 10 % 12 %
Griechenland 0 % oder 5 % 0 % oder 5 % 10 %
Indien 10 % 0 %, 5 % oder 12,5 % 10 %
Indonesien 0 % oder 10 % 0 % oder 5 % 5 %
Israel 0 %, 5 % oder 15 % 0 %, 5 % oder 10 % 12 %
Italien 5 % oder 15 % 0 % 10 %
Japan 5 % oder 10 % 0 % oder 10 % 10 %
Jordanien 7 % 0 % oder 7 % 10 %
Kamerun 0 % oder 10 % 0 % oder 7 % 10 %
Kanada 5 %, 10 % oder 15 % 0 % oder 10 % 0 % oder 10 %
Kasachstan 0 % oder 5 % 0 % oder 10 % 10 %
Kenia 5 % 10 % 10 %
Kosovo 0 % oder 5 % 0 % oder 5 % 0 %
Kroatien 5 % 5 % 5 %
Lettland 0 % oder 5 % 0 % oder 2,5 % 5 %
Litauen 0 % oder 5 % 0 % 5 %
Luxemburg 0 %, 5 % oder 10 % 0 % 0 %
Malaysia 0 % oder 10 % 0 % oder 5 % 10 %
Marokko 0 %, 5 % oder 10 % 0 % oder 10 % 0 % oder 10 %
Mexiko 0 % 0 %, 4,9 % oder 10 % 10 %
Moldau 5 % 6 % 6 %
Montenegro 0 %, 5 % oder 10 % 0 % oder 10 % 0 %, 5 % oder 10 %
Neuseeland 15 % 0 % oder 10 % 10 %
Niederlande 0 %, 5 % oder 10 % 0 % 0 %
Nordmazedonien 0 % oder 5 % 0 % oder 5 % 0 % oder 5 %
Österreich 0 % oder 10 % 0 % 0 %
Pakistan 10 % oder 15 % 0 % oder 10 % 12 %
Panama 5 % 0 % oder 5 % 5 %
Paraguay 15 % 6 % oder 15 % 15 %
Philippinen 0 %, 10 % oder 15 % 0 % oder 10 % 10 %
Portugal 5 % oder 15 % 0 % oder 10 % 5 %
Rumänien 0 % oder 3 % 0 % oder 3 % 3 %
Russland 0 % oder 10 % 0 % oder 10 % 0 % oder 10 %
Saudi-Arabien 5 % 0 % 10 %
Schweiz 0 %, 5 % oder 15 % 0 % 0 %
Senegal 5 % 5 % 5 %
Serbien 0 %, 5 % oder 10 % 0 % oder 10 % 10 %
Simbabwe 5 % 0 % 9 %
Slowakei 0 % 0 % oder 10 % 0 % oder 10 %
Spanien 0 %, 5 % oder 15 % 0 % 0 %
Sri Lanka 0 % oder 10 % 0 % oder 10 % 10 %
Südafrika 5 % oder 10 % 10 % 10 %
Südkorea 5 % oder 10 % 0 % oder 10 % 0 %
Syrien 0 % 0 % oder 10 % 18 %
Thailand 10 % 0 %, 10 % oder 15 % 15 %
Tschechien 0 % oder 5 % 0 % 10 %
Tunesien 0 % 2,5 %, 5 % oder 10 % 7,5 %
Türkei 5 %, 10 % oder 12 % 0 % oder 10 % 10 %
Turkmenistan 8 % 8 % 10 %
Ukraine 0 % oder 5 % 0 % oder 3 % 0 % oder 10 %
Uruguay 5 % oder 7 % 0 % oder 10 % 0 %, 5 % oder 10 %
Usbekistan 0 %, 5 % oder 15 % 0 % oder 10 % 10 %
Venezuela 0 %, 5 % oder 10 % 0 % oder 10 % 10 %
Vereinigtes Königreich 0 % oder 15 % 0 % oder 20 % 0 %
Vietnam 0 %, 5 % oder 15 % 0 % oder 10 % 10 %

Meistbegünstigung

Die Abkommen mit Mexiko, Singapur, Thailand, Tschechien, der Ukraine und Uruguay enthalten eine Meistbegünstigungsklausel. Vereinbart der Partnerstaat mit einem anderen Land einen günstigeren Satz, gilt dieser automatisch auch gegenüber den Emiraten.

Die Tabelle zeigt nur die Sätze aus dem jeweiligen Abkommen mit den Emiraten. Ob ein günstigerer Satz greift, muss im Einzelfall geprüft werden.

Malaysia und Russland

Im Abkommen mit Malaysia gelten 10 % auf Dividenden einer Gesellschaft aus den Emiraten an eine malaysische Gesellschaft. Umgekehrt, von Malaysia in die Emirate, sind es 0 %.

Das Abkommen mit Russland gilt nur für staatliche Einrichtungen. Im Februar 2025 haben beide Staaten ein neues Abkommen unterschrieben.

Was die Ausschüttung aus Dubai oder Abu Dhabi in Deutschland kostet und wie die deutsche Hinzurechnungsbesteuerung hineinspielt, klären wir im Erstgespräch.

Abgeglichen mit der PwC Worldwide Tax Summary für Vereinigte Arabische Emirate, dort zuletzt aktualisiert am 9. September 2026. Die Angaben ersetzen keine Beratung im Einzelfall.