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Steuern & Steuerrecht

Quellensteuer Sri Lanka

Sätze zuletzt geprüft am 18. Juli 2021; eine aktuelle Quelle lag nicht vor.

Auf Gewinnüberweisungen gebietsfremder Unternehmen behielt Sri Lanka nach unserem letzten geprüften Stand 14 % ein. Zinsen an Gebietsfremde kosteten seit dem 1. April 2020 nur noch 5 %.

Das Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland sieht 15 % auf Dividenden und je 10 % auf Zinsen und Lizenzgebühren vor. Liegt der Abkommenssatz über dem nationalen Satz, kann der niedrigere angewendet werden, wenn die Abteilung für internationale Steuern der Steuerbehörde zustimmt.

Eine aktuelle Fassung der PwC-Übersicht für Sri Lanka gibt es derzeit nicht. Die Zahlen stammen deshalb aus dem Jahr 2021.

Die Sätze im Überblick

Empfänger Dividenden Zinsen Lizenzgebühren
Gebietsfremde ohne Abkommen 14 % 14 %, seit April 2020 5 % 14 %
Gesellschaften aus Deutschland laut Abkommen 15 % 10 % 10 %

Die nationalen Sätze vor und nach April 2020

Zahlung Bis 31. März 2020 Ab 1. April 2020
Dividenden ansässiger Gesellschaften 14 % keine Angabe
Gewinnüberweisung gebietsfremder Unternehmen 14 % 14 %
Zinsen an Gebietsfremde 14 % 5 %
Zinsen von Banken und Finanzinstituten an Ansässige und Gebietsfremde 5 % keine Angabe
Miete an Ansässige 10 % keine Angabe
Miete an Gebietsfremde 14 % 14 %
Prämien an Gebietsfremde 14 % 14 %
Zahlungen über 50.000 Rupien an Ansässige 5 % keine Angabe
Gewinne aus Lotterien, Wetten und Glücksspiel 14 % 14 %
Dienstleistungsgebühren und Versicherungsprämien an Gebietsfremde 14 % 14 %
Zahlungen an gebietsfremde Transport- und Telekommunikationsunternehmen 2 % 2 %

Auf Zinsen für Wertpapiere, Schatzanweisungen und Staatsanleihen behielten Banken nichts ein. Beim Verkauf von Schatzanweisungen und Staatsanleihen der Zentralbank auf dem Primärmarkt fiel ebenfalls keine Quellensteuer an.

Zahlungen über 50.000 Rupien an Ansässige und Dienstleistungsgebühren an Gebietsfremde waren frei, soweit sie mit der Economic Service Charge verrechnet werden konnten. Für Dienstleistungen an Gebietsfremde galten außerdem die Sätze der Abkommen.

Die Abkommen

Sri Lanka hatte nach damaliger Angabe 44 Abkommen, die Übersicht führte 42 davon auf. Mit Hongkong, Kuwait, Oman und Saudi-Arabien gelten sie nur für den internationalen Luftverkehr, Sätze für Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren gibt es dort nicht.

Staat Dividenden Zinsen Lizenzgebühren
Bangladesch 15 % 15 % 15 %
Belarus 7,5 % oder 10 % 10 % 10 %
China 10 % 10 % 10 %
Frankreich 15 % 10 % 0 % oder 10 %
Indien 7,5 % 10 % 10 %
Indonesien 15 % 15 % 15 %
Iran 10 % 10 % 8 %
Japan 0 % 15 % 0 % oder 7,5 %
Kanada 15 % 15 % 10 %
Korea 10 % oder 15 % 10 % 10 %
Luxemburg 7,5 % oder 10 % 10 % 10 %
Mauritius 10 % oder 15 % 10 % 10 %
Nepal 15 % 10 % oder 15 % 15 %
Niederlande 10 % oder 15 % 10 % 10 %
Norwegen 15 % 10 % 0 % oder 10 %
Pakistan 15 % 10 % 20 %
Rumänien 12,5 % 10 % 10 %
Russland 10 % oder 15 % 10 % 10 %
Schweiz 10 % oder 15 % 10 % 10 %
Seychellen 7,5 % oder 10 % 10 % 10 %
Singapur 7,5 % oder 10 % 10 % 10 %
Thailand 15 % 10 % 15 %
Vietnam 10 % 10 % 15 %

Wie Deutschland bei 15 % auf Dividenden und je 10 % auf Zinsen und Lizenzgebühren liegen Australien, Belgien, Dänemark, Finnland, Italien, Malaysia, Polen, Schweden, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten.

Je 10 % auf alle drei Zahlungsarten sehen die Abkommen mit Katar, Palästina, den Philippinen und den Vereinigten Arabischen Emiraten vor.

Wann der niedrigere Satz gilt

Mit Korea, den Niederlanden, Russland und der Schweiz gelten 10 % auf Dividenden, wenn eine Gesellschaft mindestens 25 % direkt hält, sonst 15 %. Mauritius verlangt dafür nur 10 % Beteiligung.

Luxemburg, die Seychellen, Singapur und Belarus nehmen 7,5 %, wenn eine Gesellschaft mindestens 25 % direkt hält.

Frankreich, Japan und Norwegen stellen Lizenzgebühren für Urheberrechte frei. Japan nimmt auf die übrigen Lizenzgebühren die Hälfte des normalen Satzes, also 7,5 %.

Mit Japan, Mauritius und den Niederlanden können Zinsen unter bestimmten Umständen frei bleiben. Nepal nimmt 10 % nur bei Bankgeschäften, sonst 15 %.

Weil die Sätze nicht aktuell geprüft werden konnten, sollten Sie sie vor einer Zahlung bestätigen lassen. Wie die Steuer in Deutschland angerechnet wird, klären wir im Erstgespräch.

Für Sri Lanka lag bei der Prüfung im Oktober 2026 keine aktuelle PwC Worldwide Tax Summary vor. Die Angaben ersetzen keine Beratung im Einzelfall.