Zuletzt geprüft am 13. Oktober 2026
Hält Ihre deutsche Gesellschaft mindestens 25 % an einer sambischen Gesellschaft, behält Sambia auf Dividenden 5 % Quellensteuer ein. Bei kleinerer Beteiligung sind es 15 %.
Ohne das Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland wären es 20 %. Auf Zinsen und Lizenzgebühren senkt das Abkommen den Satz von 20 % auf jeweils 10 %.
Den Abkommenssatz gibt es in Sambia aber nur mit vorheriger Genehmigung. Wer sie nicht einholt, zahlt erst einmal den vollen Satz.
Die Sätze im Überblick
| Empfänger | Dividenden | Zinsen | Lizenzgebühren |
|---|---|---|---|
| Ansässige Empfänger | 15 % | 15 % | 15 % |
| Gebietsfremde ohne Abkommen | 20 % | 20 % | 20 % |
| Gesellschaften aus Deutschland | 5 % oder 15 % | 10 % | 10 % |
Schüttet eine Bergbaugesellschaft aus, fällt auf die Dividende 0 % an. Das gilt für ansässige und gebietsfremde Empfänger.
Weitere Zahlungen nach sambischem Recht
| Zahlungsart | An Ansässige | An Gebietsfremde |
|---|---|---|
| Zinsen einer an der Börse Lusaka notierten Property Loan Stock Company | 0 % | 15 % |
| Zinsen aus an der Börse Lusaka notierten grünen Anleihen mit mehr als drei Jahren Laufzeit | 0 % | 0 % |
| Kupons auf Staatsanleihen | 15 % | 15 % |
| Management- und Beratungsgebühren | 15 % | 20 % |
| Rohstoff-Lizenzgebühren | 15 % | entfällt |
| Rückversicherung | 0 % | 20 % |
| Provisionen | 15 % | 20 % |
| Gebietsfremde Bau- und Transportunternehmen | entfällt | 20 % |
| Gagen für Künstler und Sportler | entfällt | 20 % |
Zinsen an Banken und Finanzinstitute mit Lizenz nach dem Banking and Financial Services Act 2017 bleiben frei. Das gilt auch für Zinsen, die solche Institute Privatpersonen auf verzinste Konten zahlen.
Eine an der Börse Lusaka notierte Gesellschaft zahlt an Privatpersonen als Aktionäre 0 %.
Die Abkommen mit abweichenden Sätzen
| Staat | Dividenden | Zinsen | Lizenzgebühren |
|---|---|---|---|
| Botswana | 5 % oder 7 % | 10 % | 10 % |
| China | 5 % | 10 % | 5 % |
| Dänemark | 15 % | 10 % | 15 % |
| Finnland | 5 % oder 15 % | 15 % | 5 % oder 15 % |
| Frankreich | 20 % | 20 % | 0 % |
| Irland | 7,5 % | 10 % | 8 % oder 10 % |
| Japan | 0 % | 10 % | 10 % |
| Kanada | 15 % | 15 % | 15 % |
| Kenia | 20 % | 20 % | 20 % |
| Marokko | 10 % | 10 % | 10 % |
| Niederlande | 5 % oder 15 % | 10 % | 7,5 % |
| Schweiz | 5 % oder 15 % | 10 % | 5 % |
| Seychellen | 5 % oder 10 % | 5 % | 10 % |
| Südafrika | 20 % | 20 % | 20 % |
| Tansania | 20 % | 20 % | 20 % |
| Uganda | 20 % | 20 % | 20 % |
| Vereinigte Arabische Emirate | 5 % | 5 % | 5 % |
| Vereinigtes Königreich | 5 % oder 15 % | 10 % | 5 % |
Dieselben Sätze wie Deutschland haben Indien, Italien, Norwegen und Schweden. Dort gelten 5 % oder 15 % auf Dividenden und je 10 % auf Zinsen und Lizenzgebühren.
Wann der niedrigere Dividendensatz greift
Bei Deutschland, Botswana, Finnland, Indien, Italien, Norwegen, Schweden und den Seychellen muss der Empfänger mindestens 25 % des Kapitals der sambischen Gesellschaft halten. In Finnland gilt diese Schwelle auch für die 5 % auf Lizenzgebühren.
Mit den Niederlanden reichen 10 % direkte Beteiligung einer Gesellschaft, ebenso wenn ein Pensionsfonds der Empfänger ist. Die Schweiz verlangt dasselbe, schließt Personengesellschaften aber aus.
Beim Vereinigten Königreich knüpft PwC den Satz von 5 % an Dividenden aus Einkünften aus unbeweglichem Vermögen im Sinne von Artikel 6 des Abkommens.
Irland senkt den Satz auf Lizenzgebühren auf 8 % für Urheberrechte an wissenschaftlichen Werken, Patente, Marken, Muster, Pläne, geheime Formeln und Verfahren sowie Erfahrungswissen aus Industrie, Handel und Wissenschaft.
Alte Abkommen mit Frankreich und Südafrika
Mit Frankreich wird das Abkommen von 1950 angewendet, mit Südafrika voraussichtlich das Abkommen von 1953 aus der Zeit der Föderation Rhodesien und Njassaland. Beide folgen nicht dem OECD-Muster.
Ob sie auf einen konkreten Fall passen, muss man deshalb jedes Mal bestätigen lassen.
Genehmigung und Fristen
Für jeden ermäßigten Satz und jede Befreiung aus einem Abkommen braucht es eine Genehmigung vorab. Managementgebühren lassen sich unter Umständen ganz ohne Abzug zahlen, bei Abkommen nach OECD-Muster über den Artikel zu Unternehmensgewinnen.
Die Pflicht zum Einbehalt entsteht mit der Zahlung, dem Entstehen des Anspruchs oder der Fälligkeit, je nachdem, was zuerst eintritt. Die Steuer muss binnen 14 Tagen nach Ende des Monats abgeführt werden.
Bei Mieten kann die Steuerverwaltung Mieter als Abzugsverpflichtete bestimmen. Sie behalten die Steuer dann direkt von der Miete ein.
Wie die Dividende aus Sambia in Deutschland besteuert und die Quellensteuer angerechnet wird, klären wir im Erstgespräch.
Abgeglichen mit der PwC Worldwide Tax Summary für Sambia, dort zuletzt aktualisiert am 24. Juli 2026. Die Angaben ersetzen keine Beratung im Einzelfall.


