Zuletzt geprüft am 13. Oktober 2026
Hält Ihre deutsche GmbH seit mindestens zwei Jahren 10 % an einer polnischen Gesellschaft, fließt die Dividende ohne polnische Quellensteuer. Das ergibt sich aus der EU-Mutter-Tochter-Richtlinie, die Polen in sein Körperschaftsteuerrecht übernommen hat.
Greift die Richtlinie nicht, gilt das Abkommen mit Deutschland. Dann sind es 5 % bei mindestens 10 % Beteiligung und 15 % bei Streubesitz.
Das polnische Gesetz selbst verlangt 19 % auf Dividenden und 20 % auf Zinsen und Lizenzgebühren. Wer diese Sätze senken will, muss Unterlagen liefern, und ab 2 Mio. PLN im Jahr wird es aufwendig.
Die gesetzlichen Sätze
| Zahlung an Gebietsfremde | Quellensteuer |
|---|---|
| Dividenden | 19 % |
| Zinsen | 20 % |
| Lizenzgebühren | 20 % |
| See- und Luftverkehrsleistungen | 10 % |
| Bestimmte immaterielle Leistungen wie Beratung oder Management | 20 % |
Als Dividende zählen in Polen auch Liquidationserlöse und Erlöse aus der Einziehung von Anteilen. Eine Ausnahme ist die freiwillige Einziehung, die als Veräußerungsgewinn mit 19 % besteuert wird, wenn der Empfänger aus einem Staat ohne Abkommen kommt oder das Abkommen eine Immobilienklausel enthält.
Für immaterielle Leistungen an Empfänger aus Abkommensstaaten fällt in der Regel keine Quellensteuer an, sofern die Formalitäten erledigt sind. Einige Abkommen behandeln technische Leistungen aber als Lizenzgebühren, etwa die mit Indien und Malta.
Was die EU-Richtlinien bringen
Dividenden an Gesellschaften aus der EU, dem EWR oder der Schweiz sind steuerfrei, wenn der Empfänger direkt mindestens 10 % hält, bei der Schweiz 25 %. Die Beteiligung muss zwei Jahre ununterbrochen bestehen.
Die zwei Jahre dürfen auch erst nach der Ausschüttung voll werden. Endet die Beteiligung vorher, wird die Steuer zum Regelsatz mit Zinsen nachgefordert.
Zinsen und Lizenzgebühren bleiben nur zwischen verbundenen Gesellschaften steuerfrei. Dafür braucht es eine Beteiligung von mindestens 25 % an der anderen Gesellschaft oder eine gemeinsame Mutter mit je mindestens 25 %, ebenfalls zwei Jahre lang.
Weitere Bedingungen kommen hinzu. Der Empfänger darf nicht von der Steuer auf sein gesamtes Einkommen befreit sein, muss Eigentümer der Anteile sein und eine schriftliche Erklärung über die Voraussetzungen abgeben.
Mit dem Staat des Empfängers muss ein Informationsaustausch vereinbart sein. Mit Liechtenstein hat Polen kein Abkommen, Zahlungen dorthin bekommen die Befreiung deshalb nicht.
Der wirtschaftlich Berechtigte
Steuerfreie oder ermäßigte Zinsen und Lizenzgebühren gibt es nur für den wirtschaftlich Berechtigten. Er muss frei über die Zahlung verfügen können, darf sie nicht vertraglich weiterleiten müssen und muss im Sitzstaat eine echte Geschäftstätigkeit haben.
Die polnische Finanzverwaltung wendet diesen Test auch bei Abkommen an, die ihn nicht ausdrücklich enthalten, und ebenso bei Dividenden. Die Verwaltungsgerichte sehen die Prüfpflicht des Zahlenden bei Dividenden mehrheitlich nicht, es gibt aber auch gegenteilige Urteile.
Die Erläuterungen des Finanzministeriums vom Juli 2025 bestätigen den Test für alle passiven Zahlungen. Für Gebühren für immaterielle Leistungen ist er nicht nötig, und unter bestimmten Bedingungen erlauben die Erläuterungen eine Durchschau auf die dahinterstehende Gesellschaft und eine geteilte Substanz, vor allem bei EU- und EWR-Gesellschaften.
Erst zahlen, dann erstatten: die Grenze von 2 Mio. PLN
Zahlt eine polnische Gesellschaft einer verbundenen Gesellschaft im Jahr mehr als 2 Mio. PLN an Dividenden, Zinsen oder Lizenzgebühren, muss sie auf den übersteigenden Betrag den vollen gesetzlichen Satz von 19 % oder 20 % einbehalten. Das gilt auch dann, wenn alle Voraussetzungen für eine Befreiung erfüllt sind.
Der Empfänger oder der Zahlende kann die Steuer anschließend zurückfordern. Dieselbe Regel greift bei anderen Zahlungen über 2 Mio. PLN an denselben Empfänger, wenn sie ohne wirtschaftlichen Grund nicht als passive Zahlung eingeordnet wurden, etwa als künstliche Dienstleistung.
Ausgenommen sind Entgelte für immaterielle Leistungen, Zinsen und Lizenzgebühren an fremde Dritte, passive Zahlungen an Verbundene bis 2 Mio. PLN und Dividenden zwischen polnischen Gesellschaften. Die Sorgfaltsprüfung beim Empfänger bleibt in jedem Fall Pflicht, bei verbundenen Unternehmen in strengerer Form.
Wie man den Einbehalt vermeidet
Der Zahlende kann eine Erklärung bei der Finanzverwaltung einreichen. Darin bestätigt er, dass er alle Unterlagen für die Befreiung oder den ermäßigten Satz besitzt und nichts gegen die Befreiung spricht.
Die Erklärung gilt bis zum Ende seines Steuerjahres. Bei weiteren Zahlungen danach ist nach Jahresende eine Folgeerklärung fällig.
Stellt die Betriebsprüfung die Erklärung später in Frage, haftet der Zahlende für die nicht einbehaltene Steuer. Dazu kann ein Zuschlag von 10 % bis 30 % der Bemessungsgrundlage kommen, und die Verantwortlichen im Unternehmen riskieren Geldstrafen nach dem Steuerstrafrecht.
Alternativ lässt sich eine verbindliche Stellungnahme der Finanzverwaltung beantragen. Sie gilt drei Jahre.
Die Abkommenssätze
Ermäßigte Abkommenssätze gibt es nur mit einer gültigen Ansässigkeitsbescheinigung des Empfängers. Liegt ein Abkommenssatz über dem polnischen Satz, gilt der polnische.
Die Tabelle zeigt die allgemeinen Sätze. Einzelne Abkommen sehen für besondere Fälle noch niedrigere Sätze vor.
| Empfänger | Dividenden | Zinsen | Lizenzgebühren |
|---|---|---|---|
| Ohne Abkommen | 19 % | 20 % | 20 % |
| Ägypten | 12 % | 0 % / 12 % | 12 % |
| Albanien | 5 % / 10 % | 10 % | 5 % |
| Algerien | 5 % / 15 % | 10 % | 5 % |
| Armenien | 10 % | 5 % | 10 % |
| Aserbaidschan | 10 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Äthiopien | 10 % | 10 % | 10 % |
| Australien | 15 % | 10 % | 10 % |
| Bangladesch | 10 % / 15 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Belarus | 10 % / 15 % | 10 % | 0 % |
| Belgien | 0 % / 10 % | 0 % / 5 % | 5 % |
| Bosnien und Herzegowina | 5 % / 15 % | 10 % | 10 % |
| Brasilien | 10 % / 15 % | 10 % / 15 % | 10 % / 15 % |
| Bulgarien | 10 % | 0 % / 10 % | 5 % |
| Chile | 5 % / 15 % | 4 % / 5 % / 10 % | 2 % / 10 % |
| China | 10 % | 0 % / 10 % | 10 %, bei Ausrüstung 10 % auf 70 % |
| Dänemark | 0 % / 5 % / 15 % | 0 % / 5 % | 5 % |
| Deutschland | 5 % / 15 % | 0 % / 5 % | 5 % |
| Estland | 5 % / 15 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Finnland | 5 % / 15 % | 0 % / 5 % | 5 % |
| Frankreich | 5 % / 15 % | 0 % | 0 % / 10 % |
| Georgien | 5 % | 0 % / 5 % | 5 % |
| Griechenland | 19 % | 10 % | 10 % |
| Indien | 10 % | 0 % / 10 % | 15 % |
| Indonesien | 10 % / 15 % | 0 % / 10 % | 15 % |
| Iran | 7 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Irland | 0 % / 15 % | 0 % / 10 % | 0 % / 10 % |
| Island | 5 % / 15 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Israel | 5 % / 10 % | 5 % | 5 % / 10 % |
| Italien | 10 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Japan | 10 % | 0 % / 10 % | 0 % / 10 % |
| Jordanien | 10 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Kanada | 5 % / 15 % | 0 % / 10 % | 5 % / 10 % |
| Kasachstan | 10 % / 15 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Katar | 5 % | 0 % / 5 % | 5 % |
| Kirgisistan | 10 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Korea | 5 % / 10 % | 0 % / 10 % | 5 % |
| Kroatien | 5 % / 15 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Kuwait | 0 % / 5 % | 0 % / 5 % | 15 % |
| Lettland | 5 % / 15 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Libanon | 5 % | 0 % / 5 % | 5 % |
| Litauen | 5 % / 15 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Luxemburg | 0 % / 15 % | 0 % / 5 % | 5 % |
| Malaysia | 5 % | 0 % / 10 % | 8 % |
| Malta | 0 % / 10 % | 0 % / 5 % | 5 % |
| Marokko | 7 % / 15 % | 10 % | 10 % |
| Mexiko | 5 % / 15 % | 0 % / 10 % / 15 % | 10 % |
| Moldau | 5 % / 15 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Mongolei | 10 % | 0 % / 10 % | 5 % |
| Montenegro (Abkommen mit Jugoslawien) | 5 % / 15 % | 10 % | 10 % |
| Neuseeland | 15 % | 10 % | 10 % |
| Niederlande | 0 % / 5 % / 15 % | 0 % / 5 % | 5 % |
| Nigeria | 10 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Nordmazedonien | 5 % / 15 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Norwegen | 0 % / 15 % | 0 % / 5 % | 5 % |
| Österreich | 5 % / 15 % | 0 % / 5 % | 5 % |
| Pakistan | 15 % | 0 % / 20 % | 15 % / 20 % |
| Philippinen | 10 % / 15 % | 0 % / 10 % | 15 % |
| Portugal | 10 % / 15 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Rumänien | 5 % / 15 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Russland | 10 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Sambia | 10 % / 15 % | 10 % | 10 % |
| Saudi-Arabien | 5 % | 0 % / 5 % | 10 % |
| Schweden | 5 % / 15 % | 0 % | 5 % |
| Schweiz | 0 % / 15 % | 0 % / 5 % | 0 % / 5 % |
| Serbien (Abkommen mit Jugoslawien) | 5 % / 15 % | 10 % | 10 % |
| Simbabwe | 10 % / 15 % | 10 % | 10 % |
| Singapur | 0 % / 5 % / 10 % | 0 % / 5 % | 2 % / 5 % |
| Slowakei | 0 % / 5 % | 0 % / 5 % | 5 % |
| Slowenien | 5 % / 15 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Spanien | 5 % / 15 % | 0 % | 0 % / 10 % |
| Sri Lanka | 10 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Südafrika | 5 % / 15 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Syrien | 10 % | 0 % / 10 % | 18 % |
| Tadschikistan | 5 % / 15 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Taiwan | 10 % | 0 % / 10 % | 3 % / 10 % |
| Thailand | 20 % | 0 % / 10 % | 0 % / 5 % / 15 % |
| Tschechien | 5 % | 0 % / 5 % | 10 % |
| Tunesien | 5 % / 10 % | 12 % | 12 % |
| Türkei | 10 % / 15 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Ukraine | 5 % / 15 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Ungarn | 10 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Uruguay | 15 % | 0 % / 15 % | 15 % |
| Usbekistan | 5 % / 15 % | 0 % / 10 % | 10 % |
| Vereinigte Arabische Emirate | 0 % / 5 % | 0 % / 5 % | 5 % |
| Vereinigte Staaten | 5 % / 15 % | 0 % | 10 % |
| Vereinigtes Königreich | 0 % / 10 % | 0 % / 5 % | 5 % |
| Vietnam | 10 % / 15 % | 10 % | 10 % / 15 % |
| Zypern | 0 % / 5 % | 0 % / 5 % | 5 % |
Ab welcher Beteiligung der niedrigere Dividendensatz gilt
Die meisten Abkommen verlangen 25 % Beteiligung einer Kapitalgesellschaft. Das gilt bei Estland, Finnland, Island, Kroatien, Lettland, Litauen, Mexiko, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Schweden, Simbabwe und der Ukraine für 5 %, bei Marokko für 7 % und bei den Philippinen, der Türkei und Vietnam für 10 %.
25 % reichen auch bei Algerien, Tadschikistan und Tunesien für 5 % sowie bei Sambia für 10 %. Albanien, Bosnien und Herzegowina, Slowenien und Spanien verlangen die 25 % über einen Zeitraum von 365 Tagen rund um die Ausschüttung, ebenso Brasilien für 10 % und Rumänien, Serbien und Südafrika für 5 %.
10 % genügen bei Deutschland, Korea, Österreich und den Niederlanden für 5 %, bei Bangladesch für 10 %. Frankreich und Kanada verlangen die 10 % über 365 Tage, die Vereinigten Staaten 10 % der stimmberechtigten Anteile.
Abkommen mit 0 % auf Dividenden
Belgien, Malta, Norwegen, die Schweiz, die Slowakei und das Vereinigte Königreich lassen Dividenden steuerfrei, wenn die Gesellschaft 10 % hält und das 24 Monate lang. Bei Belgien gilt das auch für bestimmte Pensionsfonds, und Malta nimmt sonst 10 %, wenn Polen besteuert.
Bei Luxemburg sind es 10 % über zwei Jahre, bei Irland 25 % der Stimmrechte über 365 Tage. Dänemark verlangt 25 % über ein Jahr für 0 % und lässt für Pensionsfonds 5 % gelten.
Zypern stellt Dividenden seit dem Protokoll vom 22. März 2012 an eine unmittelbare Muttergesellschaft mit mindestens 10 % frei, der Höchstsatz liegt sonst bei 5 %. Die Schweiz und die Niederlande befreien zusätzlich anerkannte Pensionsfonds, die Niederlande seit dem 1. Januar 2023.
Kuwait, Singapur und die Vereinigten Arabischen Emirate befreien Dividenden an den Staat oder staatliche Stellen. Bei Kuwait und den Emiraten gilt das auch für Gesellschaften, an denen der Staat mindestens 25 % hält.
Sonderfälle bei Dividenden
Belarus verlangt 30 % Beteiligung für 10 %, Kasachstan 20 % über 365 Tage, Usbekistan 20 %. Chile und Indonesien knüpfen den niedrigeren Satz an 20 % der Stimmrechte, Israel an 15 % über 365 Tage.
Portugal gewährt 10 % bei 25 % Beteiligung über 24 Monate. Singapur nimmt 5 % bei 10 % über 24 Monate.
Pakistan begrenzt auf 15 %, wenn die pakistanische Gesellschaft mindestens ein Drittel des Kapitals hält, seit 2022 über 365 Tage. Malaysia gewährt 5 %, wenn der wirtschaftlich Berechtigte dort ansässig ist.
Das Abkommen mit Griechenland lässt den polnischen Satz zu, deshalb bleibt es bei 19 %.
Wann Zinsen steuerfrei sind
Die meisten 0 %-Sätze betreffen Zinsen an den anderen Staat, seine Gebietskörperschaften, die Zentralbank oder staatliche Finanzinstitute sowie staatlich garantierte oder finanzierte Kredite. So ist es bei Ägypten, Algerien, Aserbaidschan, Bangladesch, Bulgarien, China, Estland, Georgien, Indien, Indonesien, Iran, Island, Italien, Japan, Jordanien, Kasachstan, Kirgisistan, Korea, Kroatien, Kuwait, Lettland, Libanon, Litauen, Malaysia, Malta, Moldau, der Mongolei, Nigeria, Nordmazedonien, Pakistan, den Philippinen, Portugal, Rumänien, Russland, Saudi-Arabien, Singapur, der Slowakei, Slowenien, Sri Lanka, Südafrika, Syrien, Tadschikistan, Taiwan, Thailand, der Türkei, der Ukraine, Ungarn, Uruguay, Usbekistan, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Zypern.
Bei Korea, Indien und Taiwan zählen dazu ausdrücklich Kredite staatlicher Exportbanken. Island besteuert Zinsen nur im Wohnsitzstaat, solange es selbst keine Quellensteuer erhebt.
Zinsen auf Bankdarlehen und Lieferantenkredite
Für Unternehmen wichtiger sind die Abkommen, die auch Bankdarlehen oder Kredite aus dem Verkauf von Ausrüstung freistellen. Bei Deutschland gilt 0 % für Exportkredite an den Staat, für Kredite aus dem Verkauf von Ausrüstung oder Waren zwischen Unternehmen und für jedes Bankdarlehen, mit Ausnahmen bei stillen Gesellschaftern.
Ähnlich weit gehen Belgien, Dänemark, Irland, Katar, die Niederlande, Österreich, Finnland, Norwegen und das Vereinigte Königreich. Bei Tschechien sind Bankdarlehen befreit, bei Luxemburg ebenfalls, wobei Zinsen an den Staat dort 0 % oder 5 % kosten.
Kanada befreit staatlich gestützte Kredite und Lieferantenkredite, solange Verkäufer und Gläubiger nicht verbunden sind. Mexiko befreit Zinsen an den Staat, die Zentralbanken und anerkannte Pensionsfonds sowie langfristige Kredite bestimmter Förderbanken, Banken und Versicherungen zahlen dort 10 %, ebenso Zinsen aus börsengehandelten Anleihen.
Chile nimmt 4 % auf Zinsen an Banken, Versicherungen, Finanzierungsunternehmen und Verkäufer von Maschinen auf Kredit, 5 % auf börsengehandelte Anleihen. Brasilien senkt auf 10 % für Bankkredite mit mindestens fünf Jahren Laufzeit für Ausrüstung, Investitionen oder öffentliche Bauten.
Die Schweiz befreit Zinsen und Lizenzgebühren, wenn der wirtschaftlich Berechtigte mit der zahlenden Gesellschaft verbunden ist.
Besonderheiten bei Lizenzgebühren
Für die Nutzung von Ausrüstung gelten eigene Sätze. Chile und Singapur nehmen 2 %, Israel 5 %, Taiwan 3 %, und China besteuert 10 % auf 70 % des Betrags.
Urheberrechte sind bei Frankreich, Japan und Spanien steuerfrei, bei Japan und Spanien einschließlich Filmen. Kanada nimmt 5 % auf Urheberrechte ohne Filme sowie auf Patente und Erfahrungswissen.
Thailand befreit Zahlungen an den Staat oder staatliche Unternehmen für Filme und Bänder, nimmt 5 % auf Urheberrechte ohne Filme und 15 % auf den Rest. Vietnam nimmt 10 % auf Patente, Muster, Pläne, geheime Verfahren und Erfahrungswissen, sonst 15 %.
Pakistan nimmt 15 % auf Urheberrechte, Patente, Marken, Ausrüstung und Filme, 20 % auf technisches Know-how. Bei Brasilien hängt die Wahl zwischen 10 % und 15 % an Markenrechten.
Irland befreit Gebühren für technische Dienstleistungen. Tschechien begrenzt Lizenzgebühren auf höchstens 10 %.
Bei Korea, Malta und Sri Lanka gilt der Satz nur für den wirtschaftlich Berechtigten, bei Zypern seit dem Protokoll von 2012 ebenso, das auch den Begriff der Lizenzgebühr neu fasst. Zypern begrenzt Zinsen seit diesem Protokoll auf 5 % und befreit Zinsen an den Staat. Für Malaysia gilt eine frühere Sonderregel nicht mehr.
Ob die Befreiung für Ihre polnische Tochter tatsächlich durchgeht und wie die Dividende in Deutschland versteuert wird, besprechen wir gern im Erstgespräch.
Abgeglichen mit der PwC Worldwide Tax Summary für Polen, dort zuletzt aktualisiert am 11. August 2026. Die Angaben ersetzen keine Beratung im Einzelfall.


