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Steuern & Steuerrecht

Quellensteuern Korea

Zuletzt geprüft am 13. Oktober 2026

Hält Ihre deutsche Gesellschaft mindestens 25 % an einer koreanischen Firma, behält Korea auf Dividenden 5 % Quellensteuer ein. Darunter sind es nach dem Abkommen mit Deutschland 15 %.

Zinsen an deutsche Empfänger kosten 10 %. Bei Lizenzgebühren gilt 2 % für die Nutzung gewerblicher, kaufmännischer oder wissenschaftlicher Ausrüstung und 10 % für alles andere.

Ohne Abkommen behält Korea 20 % ein, dazu kommen 10 % dieses Betrags als lokale Einkommensteuer. Für deutsche Empfänger ist die lokale Steuer im Abkommenssatz bereits enthalten.

Die Sätze im Überblick

Empfänger Dividenden Zinsen Lizenzgebühren
Ansässige Gesellschaften 0 % 14 % oder 25 % 0 %
Ansässige Privatpersonen 14 % 14 % oder 25 % 0 %
Gebietsfremde ohne Abkommen 20 % 0 %, 14 % oder 20 % 20 %
Deutschland laut DBA 5 % oder 15 % 10 % 2 % oder 10 %

Bei ansässigen Privatpersonen und bei Gebietsfremden ohne Abkommen kommt die lokale Einkommensteuer von 10 % auf den Steuerbetrag hinzu.

Zinsen auf Anleihen koreanischer Unternehmen oder staatlicher Stellen kosten Gebietsfremde ohne Abkommen in der Regel 14 %. Für Fremdwährungsanleihen, die außerhalb Koreas begeben wurden, kann für ausländische Gesellschaften ohne Betriebsstätte 0 % gelten.

Leasing von Ausrüstung gilt in Korea als Mieteinnahme und kostet 2 %. Das ändert sich nur, wenn ein Abkommen solche Zahlungen als Lizenzgebühr behandelt.

Die Abkommen

Staat Dividenden Zinsen Lizenzgebühren
Ägypten 10 % oder 15 % 10 % oder 15 % 15 %
Albanien 5 % oder 10 % 10 % 10 %
Algerien 5 % oder 15 % 10 % 2 % oder 10 %
Andorra 5 % oder 10 % 5 % oder 10 % 5 %
Aserbaidschan 7 % 10 % 5 % oder 10 %
Äthiopien 5 % oder 8 % 7,5 % 5 %
Australien 15 % 15 % 15 %
Bahrain 5 % oder 10 % 5 % 10 %
Bangladesch 10 % oder 15 % 10 % 10 %
Belarus 5 % oder 15 % 10 % 5 %
Belgien 15 % 10 % 10 %
Brasilien 10 % 10 % oder 15 % 10 % oder 25 %
Brunei 5 % oder 10 % 10 % 10 %
Bulgarien 5 % oder 10 % 10 % 5 %
Chile 5 % oder 10 % 5 % 5 % oder 10 %
China 5 % oder 10 % 10 % 10 %
Dänemark 15 % 15 % 10 % oder 15 %
Deutschland 5 % oder 15 % 10 % 2 % oder 10 %
Ecuador 5 % oder 10 % 12 % 5 % oder 12 %
Estland 5 % oder 10 % 10 % 5 % oder 10 %
Fidschi 10 % oder 15 % 10 % 10 %
Finnland 10 % oder 15 % 10 % 10 %
Frankreich 10 % oder 15 % 0 % oder 10 % 10 %
Gabun 5 % oder 15 % 10 % 10 %
Georgien 5 % oder 10 % 10 % 10 %
Griechenland 5 % oder 15 % 8 % 10 %
Hongkong 10 % oder 15 % 10 % 10 %
Indien 15 % 10 % 10 %
Indonesien 10 % oder 15 % 10 % 15 %
Iran 10 % 10 % 10 %
Irland 10 % oder 15 % 0 % 0 %
Island 5 % oder 15 % 10 % 10 %
Israel 5 %, 10 % oder 15 % 7,5 % oder 10 % 2 % oder 5 %
Italien 10 % oder 15 % 10 % 10 %
Japan 5 % oder 15 % 10 % 10 %
Jordanien 10 % 10 % 10 %
Kambodscha 10 % 10 % 10 %
Kanada 5 % oder 15 % 10 % 10 %
Kasachstan 5 % oder 15 % 10 % 2 % oder 10 %
Katar 10 % 10 % 5 %
Kenia 8 % oder 10 % 12 % 10 %
Kirgisistan 5 % oder 10 % 10 % 5 % oder 10 %
Kolumbien 5 % oder 10 % 10 % 10 %
Kroatien 5 % oder 10 % 5 % 0 %
Kuwait 5 % 5 % 15 %
Laos 5 % oder 10 % 10 % 5 %
Lettland 5 % oder 10 % 10 % 5 % oder 10 %
Litauen 5 % oder 10 % 10 % 5 % oder 10 %
Luxemburg 10 % oder 15 % 5 % oder 10 % 10 % oder 15 %
Malaysia 10 % oder 15 % 15 % 10 % oder 15 %
Malta 5 % oder 15 % 10 % 0 %
Marokko 5 % oder 10 % 10 % 5 % oder 10 %
Mexiko 0 % oder 15 % 5 % oder 15 % 10 %
Mongolei 5 % 5 % 10 %
Myanmar 10 % 10 % 10 % oder 15 %
Nepal 5 %, 10 % oder 15 % 10 % 15 %
Neuseeland 15 % 10 % 10 %
Niederlande 10 % oder 15 % 10 % oder 15 % 10 % oder 15 %
Norwegen 15 % 15 % 10 % oder 15 %
Oman 5 % oder 10 % 5 % 8 %
Österreich 5 % oder 15 % 10 % 2 % oder 10 %
Pakistan 10 % oder 12,5 % 12,5 % 10 %
Panama 5 % oder 15 % 5 % 3 % oder 10 %
Papua-Neuguinea 15 % 10 % 10 %
Peru 10 % 15 % 10 % oder 15 %
Philippinen 10 % oder 25 % 10 % oder 15 % 10 % oder 15 %
Polen 5 % oder 10 % 10 % 5 %
Portugal 10 % oder 15 % 15 % 10 %
Ruanda 10 % 10 % 10 %
Rumänien 7 % oder 10 % 10 % 7 % oder 10 %
Russland 5 % oder 10 % 0 % 5 %
Saudi-Arabien 5 % oder 10 % 5 % 5 % oder 10 %
Schweden 10 % oder 15 % 10 % oder 15 % 10 % oder 15 %
Schweiz 5 % oder 15 % 5 % oder 10 % 5 %
Serbien 5 % oder 10 % 10 % 5 % oder 10 %
Singapur 10 % oder 15 % 10 % 5 %
Slowakei 5 % oder 10 % 10 % 0 % oder 10 %
Slowenien 5 % oder 15 % 5 % 5 %
Spanien 10 % oder 15 % 10 % 10 %
Sri Lanka 10 % oder 15 % 10 % 10 %
Südafrika 5 % oder 15 % 10 % 10 %
Tadschikistan 5 % oder 10 % 8 % 10 %
Taiwan 10 % 10 % 10 %
Thailand 10 % 10 % oder 15 % 5 %, 10 % oder 15 %
Tschechien 5 % 5 % 0 % oder 10 %
Tunesien 15 % 12 % 15 %
Türkei 15 % oder 20 % 10 % oder 15 % 10 %
Turkmenistan 10 % 10 % 10 %
Ukraine 5 % oder 15 % 5 % 5 %
Ungarn 5 % oder 10 % 0 % 0 %
Uruguay 5 % oder 15 % 10 % 10 %
Usbekistan 5 % oder 15 % 5 % 2 % oder 5 %
Venezuela 5 % oder 10 % 5 % oder 10 % 5 % oder 10 %
Vereinigte Arabische Emirate 5 % oder 10 % 10 % 10 %
Vereinigtes Königreich 5 % oder 15 % 10 % 2 % oder 10 %
Vereinigte Staaten 10 % oder 15 % 12 % 10 % oder 15 %
Vietnam 10 % 10 % 5 %, 7,5 % oder 10 %

Bei Indien, Iran, Katar, den Philippinen, Südafrika, Thailand, Venezuela und den Vereinigten Staaten kommt die lokale Einkommensteuer von 10 % auf den Abkommenssatz obendrauf. Bei allen anderen Staaten ist sie im Satz enthalten.

Das Abkommen mit Taiwan wurde zwischen den Vertretungen in Taipeh und Seoul geschlossen. Es gilt für Zahlungen ab dem 1. Januar 2024.

Ab welcher Beteiligung der niedrigere Dividendensatz gilt

Die meisten Abkommen verlangen 25 % am Kapital der ausschüttenden Gesellschaft. Das gilt für Ägypten, Albanien, Algerien, Bahrain, Belarus, Brunei, Bulgarien, Chile, China, Deutschland, Estland, Äthiopien, Fidschi, Finnland, Gabun, Griechenland, Hongkong, Indonesien, Island, Italien, Japan, Kanada, Kenia, Kirgisistan, Kroatien, Lettland, Litauen, Malaysia, Malta, Marokko, Niederlande, Österreich, Panama, Philippinen, Portugal, Rumänien, Saudi-Arabien, Schweden, Serbien, Singapur, Slowakei, Slowenien, Spanien, Sri Lanka, Südafrika, Tadschikistan, Türkei, Ungarn, Usbekistan und das Vereinigte Königreich.

Schon ab 10 % gibt es den niedrigeren Satz mit Andorra, Bangladesch, Ecuador, Frankreich, Georgien, Irland, Kasachstan, Laos, Luxemburg, Oman, Polen, der Schweiz, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Venezuela.

Mit Kolumbien, Pakistan, der Ukraine und Uruguay liegt die Schwelle bei 20 %.

Sonderfälle bei Dividenden

Mexiko verzichtet ganz auf Steuer, wenn der Empfänger mindestens 10 % hält. Nepal staffelt dreifach, 5 % ab 25 % direkter Beteiligung, 10 % ab 10 %, sonst 15 %.

Israel gewährt 5 % ab 10 % Beteiligung. Stammt die Dividende aus Gewinnen, die im Staat des Zahlers niedriger als normal besteuert wurden, sind es auch dann 10 %, in allen anderen Fällen 15 %.

Russland senkt auf 5 %, wenn der Empfänger mindestens 30 % hält und mindestens 100.000 US-Dollar investiert hat. Mit den Vereinigten Staaten gilt 10 % ab 10 % Beteiligung, sofern höchstens 25 % der Vorjahreseinnahmen der zahlenden Gesellschaft aus Zinsen oder Dividenden bestehen.

Zinsen

Fast alle Abkommen stellen Zinsen an Regierung, Zentralbank und vergleichbare Stellen frei. Diese Regel fehlt nach PwC nur bei Bahrain, Chile, Frankreich, Irland, Israel, Kroatien, Ruanda, Russland, Ungarn und Usbekistan.

Frankreich befreit Zinsen auf Anleihen von Staat und Gebietskörperschaften sowie auf Kredite, die eine Zentralbank gewährt oder verbürgt. Mit Chile gelten laut Protokoll 5 % für Darlehen von Banken und Versicherern.

Banken bekommen den niedrigeren Satz mit Andorra, Luxemburg, Mexiko, der Schweiz und Venezuela. Israel senkt für Banken und Finanzinstitute auf 7,5 %.

Auf die Laufzeit kommt es bei mehreren Abkommen an. Ägypten gewährt 10 % ab drei Jahren, die Türkei ab zwei Jahren, die Niederlande ab sieben Jahren, und Schweden nur, wenn eine Bank ein Darlehen über mehr als sieben Jahre gibt.

Brasilien verlangt für 10 % ein Darlehen über mindestens sieben Jahre von einem Finanzinstitut für bestimmte Zwecke. Die Philippinen gewähren 10 % auf öffentlich angebotene Anleihen und auf Zinsen von Unternehmen, die beim Board of Investment für förderwürdige Pionierbereiche registriert sind.

Thailand gewährt 10 % an Finanzinstitute samt Versicherer und bei Kreditverkäufen von Ausrüstung, Waren oder Dienstleistungen durch thailändische Unternehmen unter fremden Dritten.

Lizenzgebühren

Für die Nutzung von Ausrüstung gilt der niedrigere Satz mit Algerien, Chile, Deutschland, Ecuador, Estland, Israel, Kasachstan, Kirgisistan, Lettland, Litauen, Luxemburg, Österreich, Panama, Saudi-Arabien, Usbekistan, Venezuela und dem Vereinigten Königreich.

Mit Aserbaidschan und Dänemark ist es umgekehrt, dort sind Patente, Muster, Formeln, Verfahren und Erfahrungswissen günstiger. Myanmar und Rumänien begünstigen diese gewerblichen Rechte zusammen mit der Nutzung von Ausrüstung.

Urheberrechte an literarischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Werken sind mit Marokko, Serbien, Tschechien und den Vereinigten Staaten günstiger. Die Slowakei verzichtet darauf ganz.

Teurer werden Urheberrechte und Filme dagegen mit Malaysia, den Niederlanden, Norwegen und Schweden, dort gilt jeweils 15 %. Brasilien verlangt 25 % auf Markenrechte.

Die Philippinen gewähren 10 % auf Lizenzgebühren von Unternehmen, die beim Board of Investment registriert sind. Peru senkt den Satz für technische Hilfe.

Thailand staffelt nach Art der Lizenz. Urheberrechte einschließlich Software und Filme kosten 5 %, Patente, Marken, Muster und Verfahren 10 %, Ausrüstung und Erfahrungswissen 15 %.

Vietnam verlangt 5 % auf gewerbliche Rechte, Ausrüstung und Erfahrungswissen, 7,5 % auf technische Gebühren und sonst 10 %. Mit Indien werden technische Dienstleistungen wie Lizenzgebühren besteuert.

Steuerfreie Staatsanleihen

Seit dem 1. Januar 2023 sind Zinsen und Veräußerungsgewinne aus bestimmten koreanischen Staatsanleihen für Gebietsfremde ohne Betriebsstätte steuerfrei. Dasselbe gilt für zugelassene ausländische Finanzinstitute.

Laufen die Anleihen über ein ausländisches Investmentvehikel, gilt seit 2025 dieses Vehikel als Eigentümer der Erträge. Die Befreiung muss beim zuständigen Finanzamt beantragt werden.

So kommen Sie an den Abkommenssatz

Den ermäßigten Satz bekommen Sie nur, wenn Sie dem zahlenden Unternehmen einen Antrag und Belege vorlegen, dass Sie die Einkünfte tatsächlich wirtschaftlich erhalten. Fehlen die Unterlagen oder ist der tatsächliche Eigentümer nicht erkennbar, behält der Zahler den vollen Satz ein.

Seit dem 1. Januar 2026 muss das zahlende Unternehmen diese Unterlagen selbst beim Finanzamt einreichen. Frist ist Ende Februar des Folgejahres.

Labuan

Sitzt eine ausländische Gesellschaft in einem Gebiet, das das koreanische Finanzministerium bestimmt hat, gilt immer der volle Satz von 20 %. Derzeit betrifft das nur Labuan in Malaysia.

Abkommensvorteile gibt es dann nur mit vorheriger Genehmigung. Zu viel gezahlte Steuer lässt sich innerhalb von fünf Jahren zurückholen, wenn die Gesellschaft nachweist, dass ihr die Einkünfte tatsächlich zustehen.

Wie die koreanische Quellensteuer in Deutschland angerechnet wird und welche Unterlagen Ihr koreanischer Geschäftspartner von Ihnen braucht, klären wir gern im Erstgespräch.

Abgeglichen mit der PwC Worldwide Tax Summary für Korea, dort zuletzt aktualisiert am 4. Juni 2026. Die Angaben ersetzen keine Beratung im Einzelfall.