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Steuern & Steuerrecht

Quellensteuern Japan

Zuletzt geprüft am 13. Oktober 2026

Ist Ihre deutsche Gesellschaft wesentlich an einer japanischen Gesellschaft beteiligt, fallen auf Dividenden 0 % Quellensteuer an. Bei Streubesitz nennt das Abkommen 5 % oder 15 %.

Zinsen und Lizenzgebühren an deutsche Empfänger bleiben nach dem Abkommen ebenfalls frei. Ohne Abkommen behält Japan auf alle drei Zahlungen grundsätzlich 20 % ein.

Die Sätze im Überblick

Empfänger Dividenden Streubesitz Dividenden wesentliche Beteiligung Zinsen Lizenzgebühren
Japanische Gesellschaften 20 % 0 % 0 % oder 20 % 0 %
Ansässige Privatpersonen 20 % 20 % 0 % oder 20 % 0 %
Gebietsfremde ohne Abkommen 15 % oder 20 % 20 % 0 %, 15 % oder 20 % 20 %

Auf die Quellensteuer kann ein Zuschlag von 2,1 % der Steuer kommen, die Ergänzungsabgabe zur Einkommensteuer. Die Sätze für wesentliche Beteiligungen gelten nur für Gesellschaften als Anteilseigner.

Ohne Abkommen

Grundsätzlich zahlen Gebietsfremde 20 % nationale Quellensteuer auf Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren. Für Zinsen auf Bankeinlagen und bestimmte Finanzinstrumente gelten 15 %, für Darlehenszinsen 20 %.

Bestimmte langfristige Unternehmensanleihen, die im Ausland an Gebietsfremde ausgegeben werden, sind ganz befreit.

Für börsennotierte Aktien und Investmentfonds gelten auf Dividenden 15 %. Gebietsfremde Privatpersonen bekommen diesen Satz nur bei Beteiligungen unter 3 %.

Inländer

Auf Zinsen aus Bankeinlagen und bestimmten Finanzinstrumenten zahlen Inländer 15 % nationale und 5 % örtliche Quellensteuer, zusammen 20 %. Damit ist die Steuer abgegolten.

Zinsen auf Darlehen von Privatpersonen bleiben ohne Abzug. Sie werden mit dem übrigen Einkommen versteuert.

Die Abkommenssätze

Japan hat Stand 1. Mai 2026 insgesamt 90 Steuerabkommen für 157 Staaten und Gebiete und hat das Multilaterale Instrument der OECD ratifiziert.

Staat Dividenden Streubesitz Dividenden wesentliche Beteiligung Zinsen Lizenzgebühren
Ägypten 15 % 15 % 15/20 % 15/20 %
Algerien 10 % 5 % 7 % 10 %
Argentinien 15 % 10 % 0/12 % 3/5/10 %
Armenien, geltendes Abkommen 15 % 15 % 0/10 % 0/10 %
Armenien, neues Abkommen (unterzeichnet, noch nicht wirksam) 5 % 0 % 0/5 % 5 %
Aserbaidschan 7 % 7 % 7 % 7 %
Australien 10 % 0/5 % 10 % 5 %
Bangladesch 15 % 10 % 10 % 10 %
Belgien 10/15 % 0/10 % 0/10 % 10 %
Brasilien 12,5 % 12,5 % 12,5 % 12,5/15/25 %
Brunei 10 % 5 % 10 % 10 %
Bulgarien 15 % 10 % 10 % 10 %
Chile 15 % 5 % 4/10 % 2/10 %
China 10 % 10 % 10 % 10 %
Dänemark 5/15 % 0/10 % 0/10 % 0/10 %
Deutschland 5/15 % 0 % 0 % 0 %
Ecuador 5/10 % 5/10 % 0/10 % 10 %
Ehemalige Sowjetunion 10/15 % 5/15 % 10 % 0/10 %
Ehemalige Tschechoslowakei 15 % 10 % 10 % 0/10 %
Estland 10 % 0 % 0/10 % 0 %
Fidschi 0/15 % 0/10 % 10 % 10 %
Finnland 15 % 10 % 10 % 10 %
Frankreich 10 % 0/5 % 10 % 0 %
Georgien 5 % 5 % 5 % 0 %
Griechenland 10 % 5 % 0/10 % 5 %
Hongkong 10 % 5 % 10 % 5 %
Indien 10 % 10 % 10 % 10 %
Indonesien 15 % 10 % 10 % 10 %
Irland 15 % 10 % 10 % 10 %
Island 5/15 % 0 % 0 % 0 %
Israel 15 % 5 % 10 % 10 %
Italien 15 % 10 % 10 % 10 %
Jamaika 10 % 5 % 10 % 2/10 %
Kanada 15 % 5 % 10 % 10 %
Kasachstan 15 % 5 % 10 % 5 %
Katar 10 % 5 % 0/10 % 5 %
Kolumbien 10 % 5 % 0/10 % 2/10 %
Kroatien 5 % 0 % 0/5 % 5 %
Kuwait 10 % 5 % 10 % 10 %
Lettland 0 % 0 % 0 % 0 %
Litauen 0 % 0 % 0 % 0 %
Luxemburg 15 % 5 % 10 % 10 %
Malaysia 15 % 5 % 10 % 10 %
Marokko 10 % 5 % 10 % 5/10 %
Mexiko 15 % 0/5 % 10/15 % 10 %
Neuseeland 15 % 0 % 10 % 5 %
Niederlande 10 % 0/5 % 0/10 % 0 %
Norwegen 15 % 5 % 10 % 10 %
Oman 10 % 5 % 0/10 % 10 %
Österreich 10/20 % 0/10 % 0/10 % 0/10 %
Pakistan 10 % 5/7,5 % 10 % 10 %
Peru 10 % 10 % 10 % 15 %
Philippinen 15 % 10 % 10 % 10/15 %
Polen 10 % 10 % 10 % 0/10 %
Portugal 10 % 5 % 0/5/10 % 5 %
Rumänien 10 % 10 % 10 % 10/15 %
Russland 0/10 % 0/5 % 10 % 0 %
Sambia 0 % 0 % 10 % 10 %
Saudi-Arabien 10 % 5 % 0/10 % 5/10 %
Schweden 10 % 0 % 0 % 0 %
Schweiz 10 % 0 % 0/10 % 0 %
Serbien 10 % 5 % 0/10 % 5/10 %
Singapur 15 % 5 % 0/10 % 10 %
Slowenien 5 % 5 % 0/5 % 5 %
Spanien 5/15 % 0/10 % 0/10 % 0/10 %
Sri Lanka 20 % 20 % 0/15/20 % 0/10 %
Südafrika 15 % 5 % 10 % 10 %
Südkorea 15 % 5 % 10 % 10 %
Taiwan 10 % 10 % 0/10 % 10 %
Thailand 15 % 15/20 % 10/25 % 15 %
Türkei 15 % 10 % 10/15 % 10 %
Ukraine 15 % 5 % 0/5/10 % 5 %
Ungarn 10 % 10 % 10 % 0/10 %
Uruguay 10 % 5 % 0/10 % 10 %
Usbekistan 10 % 5 % 5 % 0/5 %
Vereinigte Arabische Emirate 10 % 5 % 10 % 10 %
Vereinigte Staaten 10 % 0/5 % 0/10 % 0 %
Vereinigtes Königreich 10 % 0 % 0 % 0 %
Vietnam 10 % 10 % 10 % 10 %

Mit den Bahamas, Bermuda, den Britischen Jungferninseln, Guernsey, der Isle of Man, Jersey, den Kaimaninseln, Liechtenstein, Macau, Panama und Samoa hat Japan Abkommen vor allem für den Informationsaustausch. Quellensteuersätze enthalten sie nicht.

Wenn das Abkommen mehr erlaubt

Einige Abkommen nennen höhere Sätze als das japanische Recht, etwa die mit Brasilien und Thailand. Dann gilt der japanische Satz als Obergrenze.

Brasilien und Thailand sehen für bestimmte Einkünfte 25 % vor. Japan behält bei Gebietsfremden aber nie mehr als 20,42 % ein, die Ergänzungsabgabe eingerechnet.

Manche Abkommen nennen gar keine Sätze, etwa das mit Ägypten. Dann gilt ebenfalls japanisches Recht.

Alte Abkommen

Das Abkommen mit der ehemaligen Tschechoslowakei gilt für Tschechien und die Slowakei. Lizenzgebühren für kulturelle Werke sind danach frei.

Das Abkommen mit der ehemaligen Sowjetunion gilt laut PwC für Armenien, Belarus, Kirgisistan, Moldau, Tadschikistan und Turkmenistan. Für Armenien führt PwC zugleich eigene Sätze und ein neues, noch nicht wirksames Abkommen auf.

Russland

Seit August 2023 wendet Japan die Abkommenssätze auf Einkünfte aus Russland nicht mehr an.

Zinsen und Lizenzen im Einzelfall

Viele Abkommen senken den Zinssatz, wenn der Empfänger eine staatliche Stelle oder ein Finanzinstitut ist.

Manche Abkommen nehmen Filmlizenzen oder Gewinne aus der Übertragung von Urheberrechten von der Besteuerung aus. Für die niedrigeren Dividendensätze verlangen die Abkommen eigene Bedingungen, die Sie im jeweiligen Abkommen prüfen sollten.

Wie die japanische Dividende in Deutschland besteuert wird, klären wir gern im Erstgespräch.

Abgeglichen mit der PwC Worldwide Tax Summary für Japan, dort zuletzt aktualisiert am 7. August 2026. Die Angaben ersetzen keine Beratung im Einzelfall.