Zuletzt geprüft am 13. Oktober 2026
Hält Ihre deutsche Gesellschaft mindestens 25 % an einer chinesischen Gesellschaft, behält China auf Dividenden 5 % Quellensteuer ein. Bei kleineren Beteiligungen sind es nach dem Abkommen mit Deutschland 10 %.
Ohne Abkommen kosten Dividenden, Zinsen, Mieten und Lizenzgebühren einheitlich 10 %. Mit Deutschland bleibt es bei Zinsen bei 10 %, Lizenzgebühren kosten 6 % oder 10 %.
Die Sätze im Überblick
| Empfänger | Dividenden | Zinsen | Lizenzgebühren |
|---|---|---|---|
| Gebietsfremde ohne Abkommen | 10 % | 10 % | 10 % |
| Deutsche Gesellschaften mit mindestens 25 % | 5 % | 10 % | 6 % oder 10 % |
| Andere deutsche Empfänger | 10 % | 10 % | 6 % oder 10 % |
Die 10 % gelten für ausländische Unternehmen, die in China weder eine Niederlassung noch eine Geschäftsstelle haben. Besteuert wird der Bruttobetrag, also ohne Abzug von Kosten.
Was für deutsche Empfänger gilt
Den Satz von 5 % bekommt eine Gesellschaft, die keine Personengesellschaft ist und direkt mindestens 25 % am Kapital hält. Ausschüttungen steuerbefreiter Immobilienvehikel, die ihre Erträge größtenteils jährlich ausschütten, kosten 15 %.
Bei Lizenzgebühren gilt der niedrigere Satz von 6 % für die Nutzung gewerblicher, kaufmännischer oder wissenschaftlicher Ausrüstung. Für alle anderen Lizenzen sind es 10 %.
Steueraufschub bei Reinvestition
Investiert ein ausländischer Gesellschafter seine Dividende direkt wieder in China oder kauft damit eine chinesische Gesellschaft von Dritten, kann die Quellensteuer aufgeschoben werden. Dafür müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein.
Holt der Gesellschafter das Geld später zurück, etwa durch Verkauf, Rückkauf der Anteile oder Liquidation, muss er die aufgeschobene Steuer melden und zahlen.
Dividenden eines Unternehmens mit ausländischer Beteiligung aus Gewinnen vor 2008 bleiben weiterhin steuerfrei.
Die Abkommenssätze
China hat 113 Abkommen und Vereinbarungen, die PwC mit Stand 30. Juni 2026 aufführt. Die Tabelle ist eine Zusammenfassung und gibt nicht jede Einzelregel der Abkommen wieder.
| Staat | Dividenden | Zinsen | Lizenzgebühren |
|---|---|---|---|
| Ägypten | 8 % | 10 % | 8 % |
| Algerien | 5 % oder 10 % | 7 % | 10 % |
| Angola | 0 %, 5 % oder 8 % | 8 % | 8 % |
| Argentinien | 5 %, 10 % oder 15 % | 0 % oder 12 % | 3 %, 5 %, 7 % oder 10 % |
| Äthiopien | 5 % | 7 % | 5 % |
| Australien | 15 % | 10 % | 10 % |
| Belgien | 5 % oder 10 % | 10 % | 7 % |
| Botswana | 5 % | 7,5 % | 5 % |
| Brasilien | 5 %, 10 % oder 15 % | 10 % oder 15 % | 10 % oder 15 % |
| Bulgarien | 10 % | 10 % | 7 % oder 10 % |
| Chile | 10 % | 4 %, 5 %, 10 % oder 15 % | 2 % oder 10 % |
| Deutschland | 5 %, 10 % oder 15 % | 10 % | 6 % oder 10 % |
| Ecuador | 3 % oder 5 % | 8 % oder 10 % | 8 % oder 10 % |
| Frankreich | 0 %, 5 % oder 10 % | 10 % | 6 % oder 10 % |
| Gabun | 0 % oder 5 % | 10 % | 5 % oder 7,5 % |
| Georgien | 0 %, 5 % oder 10 % | 10 % | 5 % |
| Hongkong | 5 % oder 10 % | 7 % | 5 % oder 7 % |
| Irland | 5 % oder 10 % | 10 % | 6 % oder 10 % |
| Israel | 10 % | 7 % oder 10 % | 7 % oder 10 % |
| Italien | 5 % oder 10 % | 8 % oder 10 % | 5 % oder 10 % |
| Jamaika | 5 % | 7,5 % | 10 % |
| Kanada | 10 % oder 15 % | 10 % | 10 % |
| Kongo | 0 %, 5 % oder 10 % | 10 % | 5 % |
| Kuba | 5 % oder 10 % | 7,5 % | 5 % |
| Kuwait | 0 % oder 5 % | 5 % | 10 % |
| Laos | 5 % | 5 % in Laos, 10 % in Festlandchina | 5 % in Laos, 10 % in Festlandchina |
| Lettland | 5 % oder 10 % | 10 % | 7 % |
| Macau | 5 % oder 10 % | 7 % | 5 % oder 7 % |
| Malaysia | 10 % | 10 % | 10 % oder 15 % |
| Nepal | 10 % | 10 % | 15 % |
| Neuseeland | 0 %, 5 % oder 15 % | 10 % | 10 % |
| Niederlande | 0 %, 5 % oder 10 % | 10 % | 6 % oder 10 % |
| Nigeria | 7,5 % | 7,5 % | 7,5 % |
| Norwegen | 15 % | 10 % | 10 % |
| Österreich | 5 % oder 10 % | 7 % oder 10 % | 6 % oder 10 % |
| Pakistan | 10 % | 10 % | 12,5 % |
| Papua-Neuguinea | 15 % | 10 % | 10 % |
| Philippinen | 10 % oder 15 % | 10 % | 10 % oder 15 % |
| Polen | 10 % | 10 % | 7 % oder 10 % |
| Ruanda | 7,5 % | 8 % | 10 % |
| Rumänien | 0 % oder 3 % | 0 % oder 3 % | 3 % |
| Russland | 5 % oder 10 % | 0 % | 6 % |
| Sambia | 5 % | 10 % | 5 % |
| Saudi-Arabien | 0 % oder 5 % | 10 % | 10 % |
| Schweiz | 0 %, 5 % oder 10 % | 10 % | 9 % |
| Simbabwe | 2,5 % oder 7,5 % | 7,5 % | 7,5 % |
| Singapur | 5 % oder 10 % | 7 % oder 10 % | 6 % oder 10 % |
| Spanien | 0 %, 5 % oder 10 % | 0 % oder 10 % | 10 % |
| Südafrika | 5 % | 10 % | 7 % oder 10 % |
| Tadschikistan | 5 % oder 10 % | 8 % | 8 % |
| Taiwan (noch nicht in Kraft) | 5 % oder 10 % | 7 % | 7 % |
| Thailand | 15 % oder 20 % | 10 % | 15 % |
| Tschechien | 5 % oder 10 % | 7,5 % | 10 % |
| Tunesien | 8 % | 10 % | 5 % oder 10 % |
| Uganda (noch nicht in Kraft) | 7,5 % | 10 % | 7 % oder 10 % |
| Vereinigte Arabische Emirate | 0 % oder 7 % | 7 % | 10 % |
| Vereinigtes Königreich | 0 %, 5 %, 10 % oder 15 % | 10 % | 6 % oder 10 % |
| Vereinigte Staaten | 10 % | 10 % | 7 % oder 10 % |
| Venezuela | 5 % oder 10 % | 5 % oder 10 % | 10 % |
Mit Albanien, Aserbaidschan, Bahrain, Bangladesch, Belarus, Bosnien und Herzegowina, Indien, Indonesien, dem Iran, Japan, Kambodscha, Kamerun, Kasachstan, Katar, Kirgisistan, Marokko, Portugal, der Slowakei, Sri Lanka, der Türkei, Ungarn, Usbekistan, Vietnam und Zypern liegen alle drei Sätze bei 10 %.
Mit Armenien, Barbados, Estland, Griechenland, Korea, Litauen, Moldau, Syrien, Trinidad und Tobago, Turkmenistan und der Ukraine gelten 5 % oder 10 % auf Dividenden und je 10 % auf Zinsen und Lizenzgebühren.
Mit Brunei, Kenia, Kroatien, Mauritius, Mexiko, der Mongolei, Montenegro, Nordmazedonien, Oman, Serbien, den Seychellen, Slowenien und dem Sudan sind es 5 % auf Dividenden und je 10 % auf Zinsen und Lizenzgebühren. Das Abkommen mit Kenia ist noch nicht in Kraft.
Mit Dänemark, Finnland, Island und Malta gelten 5 % oder 10 % auf Dividenden, 10 % auf Zinsen und 7 % oder 10 % auf Lizenzgebühren. Mit Luxemburg und Schweden sind es 5 % oder 10 %, 10 % und 6 % oder 10 %.
Für Bosnien und Herzegowina gilt noch das Abkommen mit dem früheren Jugoslawien, für Serbien und Montenegro das mit der früheren Bundesrepublik Jugoslawien.
Mindestbeteiligung von 25 %
Bei Algerien, Armenien, Barbados, Kuba, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Griechenland, Island, Korea, Lettland, Litauen, Luxemburg, Macau, Malta, Moldau, Singapur, Schweden, Syrien, Tadschikistan, Turkmenistan und der Ukraine bekommt den niedrigeren Satz eine Gesellschaft, die direkt mindestens 25 % des Kapitals hält. Bei Hongkong, Taiwan und Thailand gilt dieselbe Schwelle.
Mit Irland zählen 25 % der stimmberechtigten Anteile, mit Trinidad und Tobago und Simbabwe 25 % direkt oder indirekt. Mit Belgien müssen die 25 % mindestens zwölf Monate vor der Zahlung bestanden haben.
Mit Russland reichen 25 %, wenn die Beteiligung mindestens 80.000 Euro wert ist. Mit Österreich gilt der niedrigere Satz bei 25 % der Stimmrechte oder wenn der Staat Empfänger ist.
Mindestbeteiligung von 10 %
Mit Kanada reichen 10 % der Stimmrechte. Mit den Philippinen und Venezuela genügen 10 % direkte Beteiligung am Kapital.
Haltefrist von 365 Tagen
Mit Italien gilt 5 % bei mindestens 25 % über einen Zeitraum von 365 Tagen, der den Zahltag einschließt, sonst 10 %. Mit Spanien ist es ebenso, zusätzlich gibt es 0 % für den Staat, Gebietskörperschaften, die Zentralbank und Staatsunternehmen.
Mit Argentinien gelten 5 % für staatliche Einrichtungen, 10 % bei mindestens 25 % über 365 Tage und sonst 15 %. Mit Brasilien sind es 5 % für den Staat und bestimmte Einrichtungen laut Protokoll vom 23. Mai 2022, 10 % bei mindestens 10 % über 365 Tage und sonst 15 %.
Mit Angola gilt 0 % für den Staat, 5 % bei mindestens 10 % über 365 Tage und sonst 8 %. Mit Neuseeland gilt 0 % für den Staat, wenn er höchstens 25 % der Stimmrechte hält, 5 % bei mindestens 25 % über 365 Tage und sonst 15 %.
Umstrukturierungen wie Verschmelzungen oder Spaltungen unterbrechen die 365 Tage bei diesen Abkommen nicht.
Abkommen mit Nullsatz für den Staat
Mit dem Kongo, den Niederlanden und der Schweiz gilt 0 % für staatliche Stellen und Gesellschaften in vollem Staatsbesitz, 5 % bei mindestens 25 % und sonst 10 %. Mit Saudi-Arabien gibt es 0 % für den Staat und seine Einrichtungen.
Mit Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten gilt 0 % für den Staat, seine Einrichtungen und Gesellschaften, an denen der Staat mindestens 20 % hält. Mit Rumänien gilt 0 % für Zahlungen an den Staat, Gebietskörperschaften und Unternehmen in staatlicher Hand.
Mit Gabun gilt 0 % für Dividenden, die der China-Africa Development Fund aus Gabun erhält.
Frankreich, Georgien und das Vereinigte Königreich
Mit Frankreich gilt 0 % für einen im Abkommen genannten Staatsfonds, 5 % bei mindestens 25 % und sonst 10 %. Für Dividenden steuerbefreiter Immobilienvehikel an Empfänger mit mindestens 10 % gilt der inländische Satz.
Mit Georgien gibt es 0 % bei mindestens 50 % Beteiligung und mehr als 2 Millionen Euro Investition. 5 % gelten bei mindestens 10 % und mehr als 100.000 Euro, sonst 10 %.
Mit dem Vereinigten Königreich gilt 0 % für den Staat, 5 % bei mindestens 25 %, 15 % für Ausschüttungen steuerbefreiter Immobilienvehikel und sonst 10 %. Mit Papua-Neuguinea ist der Satz auf 10 % begrenzt, solange das chinesische Recht vom Tag der Unterzeichnung gilt, sonst sind es 15 %.
Zinsen
Zinsen an staatliche Stellen sind grundsätzlich frei. Ausnahmen sind die Abkommen mit Australien, Bosnien und Herzegowina, Brunei, Chile, Israel, Slowenien und Zypern.
Mit Österreich, Israel, Singapur und Venezuela gilt der niedrigere Zinssatz für Banken und Finanzinstitute. Mit Italien kosten Zinsen 8 %, wenn ein Finanzinstitut einen Kredit über mindestens drei Jahre für Investitionsprojekte gibt.
Mit Brasilien gelten 10 % für Bankkredite über mindestens fünf Jahre für öffentliche Bauvorhaben oder Industrie- und Wissenschaftsausrüstung, sonst 15 %. Mit Chile kosten Zinsen an Banken, Versicherer, unabhängige Finanzierer und Verkäufer von Maschinen auf Kredit 4 %, Zinsen auf börsengehandelte Anleihen 5 % und sonst 10 %.
Die 15 % mit Chile galten nur für die ersten zwei Jahre nach Inkrafttreten des Abkommens.
Zinsfreiheit bei Rumänien, Argentinien und Spanien
Mit Rumänien sind Zinsen frei bei Kreditverkäufen von Ausrüstung, Waren oder Leistungen, bei Krediten eines Finanzinstituts und bei Zahlungen an den Staat, sonst kosten sie 3 %. Mit Argentinien sind Zinsen auf Handelsforderungen aus Maschinenlieferungen frei, außer zwischen verbundenen Unternehmen.
Ebenso frei sind mit Argentinien Bankkredite zu Vorzugskonditionen über mindestens drei Jahre und Zinsen an den Staat oder die Zentralbank. Mit Spanien sind Zinsen an den Staat und Staatsunternehmen frei, ebenso staatlich garantierte Kredite und Kreditverkäufe gewerblicher oder wissenschaftlicher Ausrüstung.
Lizenzgebühren
Wo zwei Sätze stehen, gilt der niedrigere meist für die Nutzung gewerblicher, kaufmännischer oder wissenschaftlicher Ausrüstung. Einige Abkommen regeln das anders.
Mit Brasilien kosten Markenrechte 15 %, alles andere 10 %. Mit Malaysia und den Philippinen gilt der höhere Satz für Urheberrechte an Werken der Literatur, Kunst und Wissenschaft samt Film und Fernsehen.
Mit Tunesien gilt der niedrigere Satz für technische oder wirtschaftliche Studien und technische Hilfe. Mit Hongkong und Macau gilt er für Leasing von Flugzeugen und Schiffen.
Mit Gabun kosten Urheberrechte, Patente, Marken, Muster, Pläne, geheime Formeln und Erfahrungswissen den höheren Satz, Studien und technische, finanzielle oder steuerliche Unterstützung den niedrigeren. Mit Argentinien kosten Nachrichten 3 %, Urheberrechte 5 % und Container 7 %.
Ecuador
Die niedrigeren Sätze mit Ecuador gelten, wenn auf Zahlungen von Ecuador nach China die ecuadorianische Devisenkontrollsteuer anfällt.
Informationsaustausch und Transport
Neben den Abkommen hat China Vereinbarungen zum Informationsaustausch geschlossen, etwa mit Argentinien, den Bahamas, Bermuda, den Britischen Jungferninseln, den Cayman-Inseln, Guernsey, der Isle of Man, Jersey, Liechtenstein und San Marino. Für den internationalen Transport gibt es Sonderabkommen, zum Beispiel mit Belgien, Chile, Dänemark, Schweden und den USA.
Wie die chinesische Quellensteuer in Deutschland angerechnet wird und wie Sie den Abkommenssatz nachweisen, besprechen wir gern im Erstgespräch.
Abgeglichen mit der PwC Worldwide Tax Summary für China, dort zuletzt aktualisiert am 22. Juli 2026. Die Angaben ersetzen keine Beratung im Einzelfall.


