Fabian WilkLinkedIn ↗

Steuern & SteuerrechtAusland & International

Quellensteuern Niederlande

Zuletzt geprüft am 13. Oktober 2026

Schüttet eine niederländische BV an Ihre deutsche GmbH aus, behalten die Niederlande in aller Regel 0 % ein, sobald die GmbH mindestens 5 % hält. Möglich macht das eine Befreiung im niederländischen Recht für Gesellschafter aus der EU, die auf der EU-Mutter-Tochter-Richtlinie aufbaut.

Greift die Befreiung nicht, sind es 15 %. Das Abkommen mit Deutschland senkt den Satz auf 5 %, wenn eine Kapitalgesellschaft direkt mindestens 10 % hält.

Auf Zinsen und Lizenzgebühren erheben die Niederlande normalerweise gar keine Quellensteuer. Nur bei Zahlungen an verbundene Gesellschaften in Niedrigsteuerländern werden 25,8 % fällig.

Die Sätze im Überblick

Empfänger Dividenden Zinsen Lizenzgebühren
Ansässige Gesellschaften 0 %, 15 % oder 25,8 % 0 % oder 25,8 % 0 % oder 25,8 %
Ansässige Privatpersonen 15 % keine keine
Gebietsfremde ohne Abkommen 15 % oder 25,8 % 0 % oder 25,8 % 0 % oder 25,8 %
Deutsche Gesellschaft mit Schachtelbeteiligung 0 % 0 % 0 %
Übrige Empfänger in Deutschland 15 % (ab 10 % Beteiligung einer Gesellschaft: 5 %) 0 % 0 %

Ansässige Gesellschaften erhalten Dividenden ohne Abzug, wenn ihre Beteiligung unter die Beteiligungsfreistellung fällt und die Anteile zu einem in den Niederlanden geführten Unternehmen gehören. Auf bestimmte gewinnabhängige Darlehen kann trotzdem Dividendensteuer anfallen.

Wann Dividenden ganz frei bleiben

Das niederländische Recht befreit Dividenden an Gesellschaften aus der EU, dem EWR oder einem Abkommensstaat mit Dividendenartikel. Voraussetzung ist, dass der Empfänger die niederländische Beteiligungsfreistellung nutzen könnte, wäre er in den Niederlanden ansässig.

Die EU-Richtlinie selbst verlangt mindestens 10 % des Kapitals über ein Jahr. Die Niederlande sind großzügiger und lassen 5 % im Zeitpunkt der Ausschüttung genügen.

Die Befreiung gilt vorläufig ab Beginn der Jahresfrist. Wird das Jahr nicht erreicht, fällt sie rückwirkend weg, und die ausschüttende Gesellschaft muss die Steuer vorher absichern.

Für eine Kooperative, die in eine unternehmerische Struktur eingebunden ist, fällt in der Regel ebenfalls keine Dividendensteuer an. In beiden Fällen gelten Missbrauchsregeln.

Die 25,8 % auf Zahlungen in Niedrigsteuerländer

Seit Einführung der bedingten Quellensteuer erfassen die Niederlande Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren an verbundene Gesellschaften in Ländern mit weniger als 9 % Körperschaftsteuer oder auf der EU-Liste nicht kooperativer Staaten. Der Satz entspricht dem höchsten Körperschaftsteuersatz, 2026 sind das 25,8 %.

Für 2026 stehen diese Länder auf der Liste: Amerikanisch-Samoa, Anguilla, Bahamas, Bahrain, Bermuda, die Britischen Jungferninseln, die Cayman Islands, Fidschi, Guam, Guernsey, die Isle of Man, Jersey, Palau, Panama, Russland, Samoa, Trinidad und Tobago, Turkmenistan, die Turks- und Caicosinseln, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Amerikanischen Jungferninseln und Vanuatu. Die niederländische Liste wird jedes Jahr zum 1. Oktober für das Folgejahr aktualisiert.

Verbunden heißt, dass eine beherrschende Beteiligung besteht, direkt oder über andere verbundene Gesellschaften. Auch mehrere Gesellschaften, die gemeinsam die Kontrolle ausüben, können darunter fallen.

Zusätzlich greift die Steuer bei künstlichen Gestaltungen, die vor allem die Quellensteuer vermeiden sollen. Einbehalten wird sie von der zahlenden Gesellschaft, geschuldet vom Empfänger, und bei Fehlern kann das Finanzamt auch den Empfänger oder den Geschäftsführer in Anspruch nehmen.

Ein Abkommen kann den Satz senken. Die Zins- und Lizenzsätze in der Tabelle unten sind deshalb nur relevant, wenn die bedingte Steuer überhaupt greift.

Abkommensschutz nur ohne Hauptzweck Steuerersparnis

Über das multilaterale Instrument der OECD gilt seit 2020 für viele niederländische Abkommen ein Hauptzwecktest. War der Steuervorteil einer der Hauptgründe für eine Gestaltung, gibt es ihn nicht, es sei denn, er entspricht dem Sinn des Abkommens.

Bereits konsolidierte Fassungen mit diesen Änderungen gibt es für die Abkommen mit Argentinien, Australien, Bosnien und Herzegowina, Finnland, Frankreich, Georgien, Indien, Indonesien, Island, Israel, Japan, Kanada, Kasachstan, Katar, Korea, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Neuseeland, Norwegen, Serbien, Singapur, der Slowakei, Slowenien, Südafrika, Tschechien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Vereinigten Königreich. In der folgenden Tabelle berücksichtigt PwC das Instrument für Argentinien, Aserbaidschan, Hongkong, Mexiko, Rumänien, Südafrika und Tunesien.

Die Abkommenssätze

Die Tabelle zeigt alle 104 Abkommen und Steuerregelungen mit den Teilen des Königreichs. Wo bei EU-Staaten zuerst 0 % steht, ist das die Befreiung nach der Richtlinie, der zweite Wert gilt, wenn sie nicht greift.

Staat Dividenden Zinsen Lizenzgebühren
Ägypten 0 % oder 15 % 0 % oder 12 % 12 %
Albanien 0 %, 5 % oder 15 % 5 % oder 10 % 10 %
Algerien 5 % oder 15 % 0 % oder 8 % 5 % oder 15 %
Andorra 0 % oder 15 % 0 % 5 %
Argentinien 10 % oder 15 % 0 % oder 12 % 3 %, 5 %, 10 % oder 15 %
Armenien 0 %, 5 % oder 15 % 0 % oder 5 % 5 %
Aruba 5 %, 7,5 %, 8,3 % oder 15 % 10 % 0 %
Aserbaidschan 5 % oder 10 % 0 % oder 10 % 5 % oder 10 %
Äthiopien 5 % oder 15 % 0 % oder 10 % 5 %
Australien 15 % 10 % 10 %
Bahrain 0 % oder 10 % 0 % 0 %
Bangladesch 10 % oder 15 % 0 % oder 10 % 10 %
Barbados 0 % oder 15 % 0 % oder 5 % 5 %
Belarus 0 %, 5 % oder 15 % 0 % oder 5 % 3 %, 5 % oder 10 %
Belgien 0 % (EU-Richtlinie), sonst 5 % oder 15 % 0 % oder 10 % 0 %
Benin keine Angabe keine Angabe keine Angabe
Bermuda 15 % 25 % 25 %
Bosnien und Herzegowina 5 % oder 15 % 0 % 10 %
Brasilien 15 % 0 %, 10 % oder 15 % 15 % oder 25 %
Bulgarien 0 % oder 15 % 0 % oder 5 % 0 % oder 5 %
Chile 5 % oder 15 % 4 % oder 10 % 2 % oder 10 %
China 5 % oder 10 % 0 % oder 10 % 10 % oder 25 %
Curaçao 0 % oder 15 % 0 % 0 %
Dänemark 0 % (EU-Richtlinie), sonst 0 % oder 15 % 0 % 0 %
Deutschland 0 % (EU-Richtlinie), sonst 5 % oder 15 % 0 % 0 %
Ecuador keine Angabe keine Angabe keine Angabe
Estland 0 % (EU-Richtlinie), sonst 5 % oder 15 % 0 % oder 10 % 0 %, 5 % oder 10 %
Finnland 0 % (EU-Richtlinie), sonst 0 % oder 15 % 0 % 0 %
Frankreich 0 % (EU-Richtlinie), sonst 5 % oder 15 % 0 % oder 10 % 0 %
Georgien 0 %, 5 % oder 15 % 0 % 0 %
Ghana 5 % oder 10 % 0 % oder 8 % 8 %
Griechenland 0 % (EU-Richtlinie), sonst 5 % oder 15 % 0 %, 8 % oder 10 % 0 %, 5 % oder 7 %
Hongkong 0 % oder 10 % 0 % 3 %
Indien 10 % oder 15 % 0 %, 10 % oder 15 % 20 %
Indonesien 5 %, 10 % oder 15 % 0 % oder 10 % 10 %
Irak 0 % oder 15 % 0 % oder 5 % 7,5 %
Irland 0 % (EU-Richtlinie), sonst 0 % oder 15 % 0 % 0 %
Island 0 % oder 15 % 0 % 0 %
Israel 5 %, 10 % oder 15 % 10 % oder 15 % 5 % oder 10 %
Italien 0 % (EU-Richtlinie), sonst 5 %, 10 % oder 15 % 0 % oder 10 % 0 % oder 5 %
Japan 0 %, 5 % oder 10 % 0 % oder 10 % 0 %
Jordanien 5 % oder 15 % 0 % oder 5 % 10 %
Kanada 5 % oder 10 % 0 % oder 10 % 0 % oder 10 %
Karibische Niederlande (Bonaire, Sint Eustatius, Saba) 0 % oder 15 % 25,8 % 25,8 %
Kasachstan 0 %, 5 % oder 15 % 0 % oder 10 % 10 %
Katar 0 % oder 10 % 0 % 5 %
Kirgisistan 5 % oder 15 % 0 % oder 5 % 5 %
Korea 10 % oder 15 % 0 %, 10 % oder 15 % 10 % oder 15 %
Kosovo 15 % 0 % oder 10 % 0 %
Kroatien 0 % oder 15 % 0 % 0 %
Kuwait 0 % oder 10 % 0 % 5 %
Lettland 0 % (EU-Richtlinie), sonst 5 % oder 15 % 0 % oder 10 % 0 %, 5 % oder 10 %
Liechtenstein 0 % oder 15 % 0 % 0 %
Litauen 0 % (EU-Richtlinie), sonst 5 % oder 15 % 0 % oder 10 % 0 %, 5 % oder 10 %
Luxemburg 0 % (EU-Richtlinie), sonst 2,5 % oder 15 % 0 % 0 %
Malawi 0 %, 5 % oder 15 % 0 % oder 10 % 5 %
Malaysia 0 % oder 15 % 0 % oder 10 % 8 %
Malta 0 % (EU-Richtlinie), sonst 5 % oder 15 % 0 % oder 10 % 10 %
Marokko 10 % oder 15 % 10 % oder 25 % 10 %
Mexiko 5 % oder 15 % 0 %, 5 % oder 10 % 10 %
Moldau 0 %, 5 % oder 15 % 0 % oder 5 % 2 %
Montenegro 5 % oder 15 % 0 % 10 %
Mosambik keine Angabe keine Angabe keine Angabe
Neuseeland 15 % 0 % oder 10 % 10 %
Nigeria 12,5 % oder 15 % 0 % oder 12,5 % 12,5 %
Nordmazedonien 0 % oder 15 % 0 % 0 %
Norwegen 0 % oder 15 % 0 % 0 %
Oman 0 % oder 10 % 0 % 8 %
Österreich 0 % (EU-Richtlinie), sonst 5 % oder 15 % 0 % 0 % oder 10 %
Pakistan 10 % oder 15 % 0 %, 10 %, 15 % oder 20 % 5 % oder 15 %
Panama 0 % oder 15 % 0 % oder 5 % 5 %
Philippinen 10 % oder 15 % 0 %, 10 % oder 15 % 15 %
Polen 0 % (EU-Richtlinie), sonst 5 % oder 15 % 0 % oder 5 % 0 % oder 5 %
Portugal 0 % (EU-Richtlinie), sonst 10 % 0 % oder 10 % 0 % oder 10 %
Rumänien 0 % (EU-Richtlinie), sonst 0 %, 5 % oder 15 % 0 % oder 3 % 0 % oder 3 %
Sambia 5 % oder 15 % 0 % oder 10 % 7,5 %
Saudi-Arabien 5 % oder 10 % 0 % oder 5 % 7 %
Schweden 0 % (EU-Richtlinie), sonst 0 % oder 15 % 0 % 0 %
Schweiz 0 % oder 15 % 0 % 0 %
Serbien 5 % oder 15 % 0 % 10 %
Simbabwe 10 % oder 15 % 0 % oder 10 % 10 %
Singapur 0 % oder 15 % 0 % oder 10 % 0 %
Sint Maarten 0 % oder 15 % 0 % 0 %
Slowakei 0 % (EU-Richtlinie), sonst 0 % oder 10 % 0 % 0 % oder 5 %
Slowenien 0 % (EU-Richtlinie), sonst 5 % oder 15 % 0 % oder 5 % 0 % oder 5 %
Spanien 0 % (EU-Richtlinie), sonst 5 % oder 15 % 0 % oder 10 % 6 %
Sri Lanka 10 % oder 15 % 0 % oder 10 % 10 %
Südafrika 5 % oder 10 % 0 % 0 %
Suriname 7,5 % oder 15 % 0 %, 5 % oder 10 % 5 % oder 10 %
Taiwan 10 % 0 % oder 10 % 10 %
Thailand 5 % oder 15 % 10 % oder 25 % 5 % oder 15 %
Tschechien 0 % (EU-Richtlinie), sonst 0 % oder 10 % 0 % 0 % oder 5 %
Tunesien 0 % oder 15 % 0 % oder 10 % 11 %
Türkei 5 % oder 15 % 0 %, 10 % oder 15 % 10 %
Uganda 0 %, 5 % oder 15 % 0 % oder 10 % 10 %
Ukraine 5 % oder 15 % 0 % oder 5 % 5 % oder 10 %
Ungarn 0 % (EU-Richtlinie), sonst 5 % oder 15 % 0 % 0 %
Usbekistan 0 %, 5 % oder 15 % 10 % 10 %
Venezuela 0 % oder 10 % 0 % oder 5 % 5 %, 7 % oder 10 %
Vereinigte Arabische Emirate 5 % oder 10 % 0 % 0 %
Vereinigte Staaten 0 %, 5 % oder 15 % 0 % 0 %
Vereinigtes Königreich 0 %, 10 % oder 15 % 0 % 0 %
Vietnam 5 %, 7 % oder 15 % 0 % oder 10 % 5 %, 10 % oder 15 %
Zypern 0 % (EU-Richtlinie), sonst 0 % oder 15 % 0 % 0 %

Für Benin, Ecuador und Mosambik nennt PwC keine Sätze, die Abkommen werden neu verhandelt.

Deutschland und die laufenden Neuverhandlungen

Im Abkommen mit Deutschland gelten 5 % auf Dividenden, wenn eine Kapitalgesellschaft, keine Personengesellschaft, als wirtschaftliche Eigentümerin direkt mindestens 10 % des Kapitals hält. Zinsen und Lizenzgebühren bleiben bei 0 %.

Die Niederlande haben im Februar 2025 angekündigt, die Abkommen mit Aruba, Belgien, Benin, Brasilien, Ecuador, Mosambik, Portugal, Rumänien, Suriname, Schweden und Uganda neu zu verhandeln. Neue Abkommen mit Bangladesch, Belgien, Deutschland und Sint Maarten stehen kurz vor dem Inkrafttreten.

Für EU-Gesellschaften mit mindestens 10 % gilt die Befreiung auch auf Gegenseitigkeit. Das betrifft laut PwC Deutschland, Finnland, Griechenland, Luxemburg, Spanien und das Vereinigte Königreich.

Ab wann die niedrigeren Dividendensätze gelten

Den niedrigsten Satz ab 25 % direkt gehaltenem Kapital einer Kapitalgesellschaft sehen die Abkommen mit Ägypten, Argentinien, Belarus, Bosnien und Herzegowina, China, Estland, Frankreich, Griechenland, Indonesien, Israel, Korea, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Marokko, Montenegro, Pakistan, Schweden, Serbien, Simbabwe, der Slowakei, Sri Lanka, Suriname, Tschechien, der Türkei, Ungarn und Venezuela vor. Mit Argentinien, Frankreich, Israel, Serbien und der Slowakei kommt über das multilaterale Instrument eine Haltefrist von 365 Tagen hinzu, mit Marokko eine Missbrauchsklausel.

Schon 10 % direkt gehaltenes Kapital reichen mit Bahrain, Bangladesch, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Ghana, Island, Jordanien, Kroatien, Kuwait, Nigeria, Nordmazedonien, Norwegen, Oman, den Philippinen, Polen, Saudi-Arabien, Slowenien, Tunesien und den Emiraten. Für Norwegen und Slowenien gilt zusätzlich eine Haltefrist von 365 Tagen.

25 % direkt oder indirekt verlangen Österreich, Chile, Kirgisistan, Malaysia und Singapur, Chile mit 365 Tagen Haltefrist. Mexiko und Südafrika verlangen 10 % direkt oder indirekt und ebenfalls 365 Tage.

Mit Andorra, Finnland, Irland und Zypern fällt gar keine Dividendensteuer an, wenn eine Gesellschaft direkt mindestens 5 % hält oder ein Pensionsfonds die Dividende erhält. Katar verzichtet ab 7,5 %, die Schweiz ab 10 % sowie bei Pensionsfonds und Sozialversicherungen.

Die Bosnien-, Montenegro- und Serbien-Abkommen stammen noch aus jugoslawischer Zeit, die mit Tschechien und der Slowakei aus der Tschechoslowakei. Für die drei ehemals jugoslawischen Staaten gilt zusätzlich der Hauptzwecktest.

Sonderregeln einzelner Abkommen

Mit den USA gelten 5 % ab 10 % der Stimmrechte und seit 2005 0 % ab 80 % der Stimmrechte unter weiteren Bedingungen. Das Vereinigte Königreich verzichtet ab 10 % der Stimmrechte mit wenigen Ausnahmen, Ausschüttungen steuerbefreiter Immobilienfonds tragen 15 % und Streubesitz 10 %.

Japan gewährt 5 % ab 10 % der Stimmrechte über sechs Monate vor Ende des Geschäftsjahres und 0 % ab 50 % oder für Pensionsfonds. Italien staffelt 5 % ab 50 % und 10 % ab 10 % der Stimmrechte über zwölf Monate, sonst 15 %.

Kanada gewährt 5 % ab 25 % des Kapitals oder 10 % der Stimmrechte. 10 % gelten für bestimmte kanadische Gesellschaften in ausländischem Besitz, die an Niederländer ausschütten, für Irland ist die Schwelle 25 % der Stimmrechte. Für Kanada gilt außerdem eine Haltefrist von 365 Tagen.

Spanien verlangt für den niedrigeren Satz 50 % des Kapitals oder 25 %, wenn eine zweite spanische Gesellschaft weitere 25 % hält. Die Ukraine gewährt 5 % ab 20 % direkt gehaltenem Kapital, Thailand ab 25 %.

Rumänien gewährt 5 % ab 10 % und 0 % ab 25 % direkt gehaltenem Kapital. Armenien senkt auf 5 % ab 10 % und auf 0 %, wenn die Dividende aus normal versteuerten Gewinnen stammt und beim Empfänger steuerfrei ist.

Usbekistan verlangt für 5 % mindestens 25 %, für 0 % die Voraussetzungen der niederländischen Beteiligungsfreistellung. Uganda verzichtet ab 50 % Beteiligung einer Gesellschaft und verlangt darunter 5 %.

Georgien gewährt 5 % ab 10 % und 0 % ab 50 % mit mindestens 2 Millionen US-Dollar Kapitaleinlage. Albanien verzichtet ab 50 % und 250.000 US-Dollar und gewährt 5 % ab 25 %.

Bei Vietnam gelten 5 % ab 50 % oder mehr als 10 Millionen US-Dollar Einlage und 7 % ab 25 %. Moldau verzichtet ab 50 % und 300.000 US-Dollar, 5 % gelten nach einem Jahr mit 25 %, und Streubesitz trägt 15 %.

Kasachstan verzichtet ab 50 % oder bei mehr als 1 Million US-Dollar staatlich garantierter Investition und gewährt 5 % ab 10 %. Belarus verzichtet ab 50 %, ab 250.000 Euro Investition oder ab 25 % mit staatlicher Garantie.

Aserbaidschan gewährt 5 % ab 25 % und mindestens 200.000 Euro Einlage. Malawi verzichtet nur bei bestimmten Pensionsfonds und gewährt 5 % ab 10 %, Äthiopien, Algerien und Sambia gewähren 5 % ab 10 % oder für Pensionsfonds.

Barbados, Hongkong und Panama verzichten ab 10 %, bei Panama ab 15 %, wenn die empfangende Gesellschaft börsennotiert ist oder überwiegend Ansässigen gehört. Banken, Versicherer, Staaten, Konzernzentralen und Pensionsfonds sind ebenfalls befreit, für Hongkong gilt ein Hauptzwecktest.

Irak und Norwegen verzichten auch bei Staatsunternehmen und Pensionsfonds. Ist der 10 %-Gesellschafter mit Irak oder Kosovo eine Investmenteinrichtung, gelten 15 % statt 0 %.

Indonesien sieht 10 % für steuerbefreite Pensionsfonds vor, Indien gewährt seine Sätze über eine Meistbegünstigungsklausel. Für Luxemburg gelten die Sätze nicht bei Holdinggesellschaften nach dem Gesetz von 1929, das China-Abkommen gilt nicht für Hongkong und Taiwan.

Das neue Abkommen mit Irland von 2019 sieht 0 % für Pensionsfonds und Gesellschafter mit 10 % nach einem Jahr vor, sonst 15 %. Mit der Schweiz gilt über ein Abkommen mit der EU zusätzlich 0 % ab 25 % Beteiligung über zwei Jahre, wenn keine der Gesellschaften einem Sondersteuerregime unterliegt.

Aruba, Curaçao, Sint Maarten und die Karibischen Niederlande

Für die Teile des Königreichs gelten eigene Steuerregelungen statt Abkommen. Mit Aruba hängen 5 % oder 7,5 % ab 25 % Beteiligung davon ab, ob die Dividende dort mit mindestens 5,5 % Gewinnsteuer belastet wird, zusammen dürfen höchstens 8,3 % anfallen.

Bei Curaçao und Sint Maarten bleiben Dividenden an Pensionsfonds und Staatsstellen frei. Gesellschaften mit 10 % sind befreit, wenn sie börsennotiert sind, Konzernzentrale sind, mindestens drei qualifizierte Mitarbeiter haben oder echte Geschäftstätigkeit nachweisen.

Gesellschaften aus Bonaire, Sint Eustatius und Saba mit direkt 10 % zahlen keine Dividendensteuer. Auf Zinsen und Lizenzgebühren kann dort die bedingte Steuer von 25,8 % greifen.

Wann Zinsen frei bleiben

Wo 0 % oder ein höherer Satz steht, gilt 0 % meist für Zinsen an den Staat, die Zentralbank oder staatliche Institute und für staatlich garantierte Darlehen. Viele Abkommen stellen zusätzlich Bankdarlehen, Pensionsfonds oder Kreditverkäufe von Ausrüstung frei.

Bei EU-Staaten kann zudem die Zins- und Lizenzrichtlinie greifen. Danach sind Zahlungen an eine qualifizierte Muttergesellschaft in einem anderen EU-Staat befreit.

Einzelne Abkommen haben eigene Staffeln. Indien verlangt 10 % bei Bankdarlehen oder Darlehen eines Gesellschafters mit 10 %, sonst 15 %, Korea 10 % bei Laufzeiten über sieben Jahre und die Türkei bei mehr als zwei Jahren.

Brasilien gewährt 10 % auf Bankdarlehen über mindestens sieben Jahre für Industrieanlagen und öffentliche Bauten. Pakistan staffelt 10 % für Banken und Kreditverkäufe, 15 % für Darlehen zwischen Gesellschaften mit 25 % Beteiligung und 20 % für den Rest.

Chile verlangt 4 % für Banken, Versicherer, fremde Finanzierer und Leasing, Griechenland 8 % für Banken. Albanien, Suriname, Israel, Thailand und Uganda gewähren den niedrigeren Satz für Banken, Uganda bei mindestens drei Jahren Laufzeit. Die Philippinen verlangen 10 % für Banken, Kreditverkäufe von Ausrüstung und den Bau von Anlagen.

Singapur stellt nur Zinsen an die Regierungen frei. Marokko verlangt 10 %, wenn ein Ansässiger an ein Unternehmen im anderen Staat zahlt, Lettland stellt Bankdarlehen über ein Jahr frei.

Besonderheiten bei Lizenzgebühren

Wo mehrere Sätze stehen, gilt der niedrigste meist für Patente, Designs, Pläne, geheime Formeln und Erfahrungswissen. Bei Belarus und Venezuela gilt für Urheberrechte der höchste, bei Griechenland und Thailand der niedrigste Satz.

Griechenland nimmt 8 % für Ausrüstung, Venezuela 7 % und Vietnam 10 % für Marken und Handelsnamen. Estland, Lettland und Litauen verlangen 5 % für Ausrüstung und sonst 10 %.

Brasilien verlangt 25 % für Marken und 15 % für alles andere. China nimmt 10 % für Urheberrechte und Ausrüstung, bei Ausrüstung auf 60 % des Betrags.

Argentinien verlangt 3 % für Nachrichten, 5 % für Urheberrechte und 10 % für Patente, Marken und Software. Korea nimmt 15 % für Urheberrechte und 10 % für Patente und Software, Malta 10 % auch für Filme.

Pakistan verlangt 5 % für Urheberrechte und 15 % für Patente, Ausrüstung und Filme. Belarus nimmt 3 % für Patente und Know-how, Algerien 15 % für Urheberrechte und Filme und 5 % für alles andere.

Kanada stellt Urheberrechte, Software, Patente und Erfahrungswissen frei. Israel und Suriname verlangen 10 % für Kino- und Fernsehfilme und 5 % sonst, die Ukraine 5 % für Patente und wissenschaftliche Werke und 10 % für literarische und künstlerische.

Vietnam staffelt 5 % für Patente und Know-how, 10 % für Marken und 15 % für den Rest. Chile verlangt 2 % für Ausrüstung, Österreich verzichtet ab 50 % Beteiligung.

Die Philippinen sehen 10 % für bevorzugte Bereiche vor, die Niederlande haben aber keine benannt, deshalb gelten 15 %. Mit Singapur gilt die Befreiung nicht für Urheberrechte an literarischen und künstlerischen Werken, mit den USA sind die Ausnahmen in Artikel 13 Absatz 6 zu beachten.

Für eine deutsche Muttergesellschaft sind die Niederlande einer der unkompliziertesten Standorte. Wie sich Ausschüttung und Finanzierung bei Ihnen auf beiden Seiten rechnen, klären wir im Erstgespräch.

Abgeglichen mit der PwC Worldwide Tax Summary für die Niederlande, dort zuletzt aktualisiert am 29. Mai 2026. Die Angaben ersetzen keine Beratung im Einzelfall.