Körperschaftsteuersätze in Europa
Europäische Länder verlangen von Unternehmen Körperschaftsteuern auf ihre Gewinne, wie fast alle Länder weltweit. Wie viel ein Unternehmen am Ende zahlt, hängt von zwei Faktoren ab.
Das sind die Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage und der Körperschaftsteuersatz. Die folgende Karte zeigt die gesetzlichen Körperschaftsteuersätze der europäischen OECD-Länder im Vergleich.
(Grafik)
Portugal hat unter Berücksichtigung zentraler und subzentraler Steuern den höchsten Satz aller europäischen OECD-Länder, 31,5 Prozent. Deutschland folgt mit 29,9 Prozent, Frankreich mit 28,4 Prozent.
Am niedrigsten liegen Ungarn mit 9 Prozent, Irland mit 12,5 Prozent und Litauen mit 15 Prozent.
Im Durchschnitt erheben die europäischen OECD-Länder derzeit 21,7 Prozent Körperschaftsteuer. Das liegt unter dem weltweiten Durchschnitt von 23,9 Prozent, gemessen 2020 in 177 Jurisdiktionen.
Die Sätze sind über die letzten Jahrzehnte gesunken, wie in den meisten Regionen der Welt. Im Jahr 2000 lag der durchschnittliche Satz noch bei 31,6 Prozent, seither ist er kontinuierlich auf 21,7 Prozent gefallen.
Erfahren Sie Wahrheit über Vor- und Nachteile von Auslandsstrukturen
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Häufige Fragen
Wichtige Informationen zu den häufigsten Fragen:
Muss ich als in Deutschland steuerpflichtige Person die Gründung / Beteiligung an einer Auslandsgesellschaft angeben?
In vielen Fällen ja, insbesondere bei Beteiligung, Organstellung oder wirtschaftlicher Kontrolle. Maßgeblich sind die tatsächlichen Umstände, nicht nur die formale Struktur.
Stiftungen können hier Abhilfe schaffen.
Gilt die Anzeigepflicht auch, wenn noch keine Gewinne ausgeschüttet wurden?
Ja. Die Anzeigepflicht besteht unabhängig davon, ob bereits Ausschüttungen erfolgt sind. Entscheidend sind Beteiligung, Einfluss und gegebenenfalls wirtschaftliche Berechtigung.
Stimmrechte, die Stiftungen halten, können mitunter zu entscheidenden Ausnahmen führen.
Muss ich auch Strukturen über Holding, Stiftung oder Treuhand angeben?
Häufig ja, sofern Ihnen die Gesellschaft wirtschaftlich zuzurechnen ist oder Sie maßgeblichen Einfluss ausüben, etwa bei mittelbarer Beteiligung oder Treuhand- und Nominee-Konstellationen.
Welche Folgen drohen bei Nichtangabe einer Auslandsgesellschaft?
Je nach Sachverhalt drohen Bußgelder wegen Pflichtverletzungen. Bei Steuerverkürzung kommen steuerstrafrechtliche Konsequenzen hinzu.
Zusätzlich fallen regelmäßig Nachzahlungen und Zinsen an.
Wie kann ich steuerneutral Vermögen vermehren?
Geeignete Strukturen erlauben es in vielen Fällen, Vermögen anzuhäufen. Steuervorteile entstehen dann erst im Ausschüttungsfall oder durch eine spätere Verlagerung des Wohnsitzes.